Ballfertigkeiten trainieren - 222 Spiel- und Übungsformen

Wer Spaß am Ballspiel haben will, egal ob es die traditionellen "großen" Ballsportarten wie Handball, Basketball oder Volleyball sind, oder kleine Spiele in Gruppen, muss grundlegende Ballfertigkeiten als Basisqualifikation beherrschen. dabei ist der Terminus "Beherrschen" sicherlich weit auszulegen und beginnt bereits mit den Grundlagen im Umgang mit dem Ball wie dem Erwerb von etwas Ballgefühl. Diese elementaren Fertigkeiten im Umgang mit dem Ball gliedern sich in die Bewegungsaufgaben Rollen, Balancieren, Schlagen, Werfen, Fangen, Prellen, Schießen und Dribbeln. Darauf bauen dann Ballfertigkeiten wie die Ballannahme, die Ballmitnahme, das Passen und Stoppen des Balls auf. Auf dem Weg zu spezifischen Sportspieltechniken liegen dann weitere Fertigkeitsformen wie das Pritschen oder Köpfen. Aber bereits die grundlegenden Ballfertigkeiten bereiten Mädchen und Jungen in der Gegenwart ein nicht unerhebliches Maß an Schwierigkeiten, wodurch dann natürlich Probleme im Spielaufbau und der Spielfortführung entstehen (müssen). Die Ausbildung und Festigung von Ballfertigkeiten stellt ein Aufgabenfeld des Trainings koordinativer Fähigkeiten dar, der für viele Kinder besonders attraktiv sein kann, da Spiele mit dem Ball immer mit viel Spaß verbunden sind. Ergänzend ist darauf zu verweisen, dass der Erwerb von Ballfertigkeiten und deren Anwendung in Spielen grundsätzlich mit grundlegenden taktischen Kompetenzen verbunden ist. In der Zusammenführung der Fertigkeits- und der Taktikaspekte führt das zur Entwicklung eines umfassenden Spielverständnisses. Und hier setzt die Sammlung von Übungs- und Spielformen für Ballfertigkeiten inhaltlich an. Sie orientiert sich darauf, für Kinder im Grundschulalter mit dem ballorientierten Koordinationstraining zu beginnen und bietet dafür ein reichhaltiges Angebot an Ideen. Dabei wird darauf geachtet, dass das Erlernen, Üben, Trainieren, Festigen und "Perfektionieren" der elementaren Ballfertigkeiten durch den Einsatz verschiedener Bälle (mit variierenden Umfängen und Gewichten), durch abwechselnd genutzte Organisationsformen (Übungsformen, Staffelformen, Spielformen) und variierende Ausführungsvarianten mit unterschiedlicher Dynamik, Geschwindigkeit oder Richtung der Übung, mit leichteren oder komplizierten Übungs- bzw. Rahmenbedingungen oder mit einer wechselnden Zahl an Mit- bzw. Gegenspielern immer spannend und herausfordernd bleibt. Dabei gibt es Übungen für die Ballbewegungen mit der Hand (Prellen, Werfen, Werfen und Fangen) und andere für den Umgang mit dem Ball mit dem Fuß (Schießen und Dribbeln). Dabei richten sich die Übungsinhalte und der Schwierigkeitsgrad primär an Mädchen und Jungen im Grundlagentraining. manche der Übungen können aber auch zur Festigung von Ballfertigkeiten (und um etwas Abwechslung in denÜbungs- und Trainingsalltag zu bringen) mit älteren Kindern genutzt werden. Jede der Übungen wird in ihrer Grundform beschrieben. Außerdem wurden zu vielen der Übungen Variationen erarbeitet, woraus sich die Übungsvielfalt noch einmal spürbar erweitert. Die Gestaltung der Übungssammlung gestattet eine umkomplizierte, wenig zeitaufwendige Nutzung der Übungen, wenngleich immer darüber nachgedacht werden muss, wie die konkrete Leistungs- und Sozialsituation in einer Klasse im Sportunterricht oder einer Übungs- bzw. Trainingsgruppe im Verein ist.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Spielsportarten Trainingswissenschaft Nachwuchssport
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Mülheim an der Ruhr Verlag an der Ruhr 2007
Ausgabe:Mühlheim an der Ruhr: Verlag an der Ruhr, 2007. - 305 S.
Seiten:305
Dokumentenarten:Buch
Level:mittel