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Taping - Einsatz im Sport

Wer regelmäßig selbst Sport treibt oder im Stadion bzw. vor dem Fernseher Wettkämpfe passiv "konsumiert" wird wissen, dass gerade in Teamsportarten das Tapen zum Alltag gehört. Diese Aussage trifft nicht nur auf den Hochleistungssport zu, sondern Tapeverbände sind heute in vielen Sportarten und eigentlich allen Leistungsbereichen anzutreffen. Dabei können sehr unterschiedliche Ziele mit diesen Verbänden verfolgt werden: Sie können in der Verletzungsprophylaxe genauso eingesetzt werden wie auch für therapeutische Zwecke, wenn zum Beispiel mit einem funktionellen Verband der Bewegungsradius in einem Gelenk eingeschränkt werden soll. Insgesamt kann man davon ausgehen, dass Tapeverbände eine sehr sinnvolle Rolle immer dann spielen können, wenn eine Über- oder Unterforderung des Bewegungsapparates vermieden werden soll. Dabei besteht ein unschätzbarer Vorteil der Methode in der Möglichkeit, eine Immobilisierung eines Gelenks punktgenau und in der Dosierung genau nach den medizinischen Erfordernissen zu realisieren, ohne dass es negative Auswirkungen auf die Blutzirkulation gibt (hier gilt es besondere Sorgfalt beim Anlegen des Verbandes walten zu lassen!). Das vorliegende Buch gibt einen kompletten Überblick über medizinische und biomechanische Grundlagen, die es beim Einsatz von Tapingverbänden zu beachten gilt und stellt auch die aktuell im Training und Wettkampf eingesetzten Tapingmaterialien vor. Hier wird durch den Autor genau definiert, wann, d.h. bei welcher medizinischen Indikation, Tapingverbände zum Einsatz kommen dürfen, nämlich bei: Sehnenentzündungen Kapselbandverletzungen Verletzungen an Muskeln und Sehnen sowie bestimmten Knochenverletzungen. In den praktischen Kapiteln werden funktionelle Tapingverbände entsprechend der angestrebten Funktion (z. B. Einschränkung der Streckung, Kompression, Stützung und Entlastung, Gelenkstabilisierung, Flexionseinschränkung) für die drei Körperregionen obere Extremitäten untere Extremitäten und Rumpf in Wort und Bild vorgestellt. Dabei werden stets Indikation und Kontraindikation beschrieben und auch die maximale Liegedauer des Verbandes definiert. Die graphischen Darstellungen verdeutlichen sehr anschaulich, wie der jeweilige Verband angelegt werden muss. Die abschließenden Ausführungen zu begleitenden Trainingsmaßnahmen unterstreichen nochmals, dass Tapen erst dann richtig seine Wirkung entfalten kann, wenn es nicht als isolierte Maßnahme betrachtet wird, sondern in einen komplexen Trainingszusammenhang gestellt wird - auch das gilt sowohl für den prophylaktischen als auch den therapeutischen Einsatz.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin
Tagging:Tape Kinesiotape
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Aachen Meyer & Meyer 2012
Ausgabe:Aachen: Meyer & Meyer, 4. Aufl., 2012. - 128 S.
Online-Zugang:https://www.amazon.de/s?k=Taping%20-%20Einsatz%20im%20Sport
Seiten:128
Dokumentenarten:Buch
Level:mittel