Alternative Psycho-Regulationstechniken

Methoden des professionell betriebenen, erfolgreichen mentalen Trainings als Psycho-Regulationstechniken haben sich in den letzten Jahren zu einer anerkannten Ressource der Leistungsentwicklung im Spitzensport entwickelt. Im vorliegenden Band stellen die Autoren zwei Konzepte vor, die sich mit diesem Thema sehr intensiv befassen: - das Göttinger-Mental-Training (GMT) unter Einsatz des Audio-Visuellen-Integrators und - das neurolinguistische Programmieren als kurzzeit-therapeutisches Verfahren. Beim GMT kommt mit dem Audio-Visuellen-Integrator eine so genannte Mind-Machine zum Einsatz, die als Stimulation für Gehirn und Bewusstsein mit dem Ziel wirken soll, über eine Interaktion mit dem Gehirn einen Entspannungszustand zu erzeugen. Die diesen Prozessen zu Grunde liegenden Prozesse werden im Band mit großer inhaltlicher Tiefe diskutiert und hinsichtlich ihrer Relevanz für sportliche Trainingsprozesse analysiert (z.B. das holistische Modell der Informationsverarbeitung und die Theorie der dissipativen Strukturen). Diese Kapitel repräsentieren einen wissenschaftlich sehr anspruchsvollen Lesestoff, erscheinen aber für das Verständnis des GMT zwingend erforderlich. Der Autor legt zum Training mit dem Audio-Visuellen-Integrator Untersuchungsergebnisse aus den Sportarten Leichtathletik, Basketball und Fußball vor, die eine Verbesserung der sportlichen Leistung belegen, aber auch auf weitere, noch offene Fragen und Risiken hinweisen. Beim Einsatz des Konzepts des neurolinguistischen Programmierens geht es grundsätzlich darum, Handlungsalternativen zu entwickeln, weshalb das Konzept auch in seiner Anwendbarkeit nicht auf den Sport begrenzt ist. Auch die Vorstellung dieses Konzepts fußt auf der Auseinandersetzung mit grundsätzlichen theoretischen Positionen und dem wissenschaftlichen Ansatz, diese einzusetzen, um - Wettkampfängste abzubauen, - die individuelle Motivation zu steigern, - die Zielfindung zu erleichtern, - einen erfolgreichen Umgang mit Kritik und Misserfolg zu fördern und - Entscheidungshilfen für Sportler zu schaffen. Für diese Teilziele stellt der Autor entsprechende Methoden vor, die in anderen Bereichen außerhalb des Sports bereits Anwendung gefunden haben. Durch ihren Einsatz kann es insgesamt zu einer besseren Kommunikation zwischen den Mitgliedern eine Teams sowie mit Trainern und weiteren Bezugspersonen kommen. Insgesamt zeigt sich, dass dieses Konzept über zahlreiche Parallelen zum mentalen Training verfügt (z.B. die Erweiterung des individuellen Handlungsspielraums und der Einsatz von Visualisierungstechniken). Da bisher nur wenige Arbeiten zur Applikation des neurolinguistischen Programmierens im Sport bekannt sind, wird durch den Autor viel Neuland betreten und sind seine Schlussfolgerungen durch weitere Untersuchungen zu untersetzen.
© Copyright 2003 Alle Rechte vorbehalten.

Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Sozial- und Geisteswissenschaften
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Hamburg 2003
Ausgabe:Hamburg: Verlag Dr. Kovac, 2003.- 231 S.
Seiten:231
Dokumentenarten:Buch
Level:mittel