Problemdiagnose Stressfraktur - Aktuelle Empfehlungen und Prinzipien zur Diagnostik und Therapie

Stressfrakturen und Stressreaktionen zählen zu den überlastungsbedingten Verletzungen ("Overuse injuries") und können für betroffene Sportler mit erheblichen Trainings- und Wettkampfausfällen einhergehen. Repetitive, die Belastungs- und Anpassungsfähigkeit übersteigende Lasteinwirkungen verbunden mit intrinsischen und extrinsischen Risikofaktoren oder trainingstaktischen Fehlern gelten als Hauptursache für die Entstehung von Stressfrakturen. Diese und mögliche begleitende individuelle Risikoprofile stellen sich vielfältig dar und erfordern eine komplexe und oftmals interdisziplinäre Versorgung. Die Mehrheit der Stressfrakturen heilt unkompliziert aus und die Wiedererlangung der vollen Leistungs- und Belastungsfähigkeit ist in der Regel gegeben. Bei verzögerter oder inadäquater Diagnosestellung (einige Verletzungsentitäten erfordern eine konsequente Entscheidungsfindung zur operativen Therapie) oder bei fehlender Berücksichtigung sekundärer Risikofaktoren können jedoch prolongierte Heilungsverläufe, Rezidivverletzungen oder sogar multiple Verletzungslokalisationen gleichzeitig auftreten. Eine frühzeitige Diagnostik und der Beginn einer stadiengerechten Therapie, einschließlich der Berücksichtigung vorhandener Risikofaktoren, sind daher von essentieller Bedeutung.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin
Veröffentlicht in:Sport-Orthopädie - Sport-Traumatologie
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2022
Online-Zugang:https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0949328X22000011
Jahrgang:38
Heft:1
Seiten:26-35
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch