Rapportvan de Onafhankelijke Onderzoekscommissie Gymnastiek (OOG): Grensoverschrijdend gedrag in de gymnastiek met focus op de topsportwerking artistieke gymnastiek dames Gymfed

(Bericht der Unabhängigen Untersuchungskommission Turnen (OOG): Transgressives Verhalten im Turnen mit Fokus auf die Spitzensportart Kunstturnen Damen Gymfed)

Im Jahr 2020 gestand der niederländische Turntrainer Gerrit Beltman, der die olympische Turnerin Aagje Vanwalleghem von 2000 bis zu seiner Entlassung 2008 trainierte, den psychischen Missbrauch von Turnerinnen. Im Gefolge dieser Geständnisse erschienen im Sommer 2020 in mehreren Zeitungen Artikel mit Aussagen, die nahelegten, dass Beltmans Nachfolgerinnen im Frauenturnen ebenfalls verbalen und psychologischen Terror begangen hatten. Die Journalisten sprachen unter anderem von der "Explosion einer kleinen Bombe" in Belgien oder dem "Brechen der Deiche" in Anlehnung an das, was in anderen Ländern passiert. Denn auch international gab es Bewegung. Monique Kempff, die Vorsitzende der Koninklijke Nederlandse GymnastiekUnie (KNGU), hat am 12. Februar 2021 einen Brief an die Vorsitzende der Fédération Internationale de Gymnastique (FIG) geschickt, in dem sie dazu aufruft, die Führung bei der Schaffung eines sicheren und angenehmen Umfelds für die Ausübung des Turnens zu übernehmen, wobei möglicherweise die in verschiedenen Ländern durchgeführten Studien als Gelegenheit zum Einstieg dienen. Dieser Brief wurde von zwölf weiteren internationalen Verbänden (Australien, Belgien, Kanada, Dänemark, Finnland, Deutschland, Irland, Island, Neuseeland, Norwegen, Schweden und USA) unterstützt. Ein Schuss vor den Bug? Maggie Haney war eine Top-Trainerin bei U.S.A. Gymnastic und wurde 2020 für acht Jahre gesperrt, weil sie sich ihren Athleten gegenüber sehr aggressiv verhalten hatte. Sie wurde beschuldigt, "ihre Turnerinnen zu mobben, sie öffentlich wegen ihres Gewichts zu beschämen, Essstörungen zu fördern und sie zu zwingen, mit Verletzungen zu trainieren"... Die Existenz einer möglichen "Fehlerkultur" im Frauenkunstturnen wird seit Jahrzehnten thematisiert. Es ist daher etwas untypisch, dass sich die Berichte im Sommer 2020 weniger auf die körperliche Härte des Trainings bezogen, sondern dass der verbale und psychologische Terror der Trainer angeprangert wurde. Die Gymfed reagierte schnell, sagte, sie nehme die jüngsten Aussagen über ihre Spitzensportaktivitäten ernst und kündigte am 29. Juli 2020 die Einrichtung einer "unabhängigen Ethikkommission" an. Die Tatsache, dass einige Mitglieder dieses Komitees auch Teil des Gymfed-Ethikkomitees waren, sorgte jedoch bei einigen Zeugen sofort für Misstrauen. Minister Ben Weyts griff sofort ein und setzte eine Ad-hoc-Untersuchungskommission ein, deren Mitglieder völlig unabhängig von der Gymfed sind und die sich aus multidisziplinären Fachleuten aus den Bereichen Medizin, Psychologie, Recht und Sport zusammensetzt. Um die Unabhängigkeit der Untersuchungskommission Turnen zu gewährleisten, wurde die Finanzierung der Kommission durch Zuschüsse sichergestellt. Die Gymfed bestätigte ihr Vertrauen in diese unabhängige Kommission und bekräftigte in mehreren Pressemitteilungen und in der Generalversammlung vom 25. März 2021, dass sie aus den Ergebnissen die entsprechenden Schlüsse ziehen werde, auch wenn diese schmerzhaft und konfrontativ seien, und dass sie konkrete Aktionen mit diesen Schlussfolgerungen verbinden werde. Verschiedene Initiatoren der Berichte in den Medien zeigten sich bereit, auszusagen, und in ihrem Gefolge folgten Dutzende weiterer Reporter.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:technische Sportarten Sportgeschichte und Sportpolitik
Tagging:Missbrauch Gewalt Ethik
Sprache:Niederländisch
Veröffentlicht: 2021
Online-Zugang:https://gymfed.s3.eu-central-1.amazonaws.com/editor/76815405e85d775da5f1783110ec542c.pdf
Seiten:73
Dokumentenarten:Forschungsergebnis
Level:mittel