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Effekte des Dehnens und die Behandlung muskulärer Dysbalancen

Die neuen Erkenntnisse über die fibrilläre Struktur der Muskelfaser einerseits und die Befunde zur Wirkung von Dehnungstraining und Krafttraining auf Ruhespannung und Muskellänge andererseits verlangen eine Korrektur in der trainingswissenschaftlichen und physiotherapeutischen Muskellehre und ein Umdenken in der Bewertung und Behandlung muskulärer Dysbalancen. Nicht Dehnungstraining des "verkürzten" muskulären Partners innerhalb eines balancegestörten Gelenksystems, sondern Krafttraining auf der Seite des Spannungsdefizits scheint die angeratene Behandlungsmethode zu sein. Es darf jedoch nicht übersehen werden, daß die in Kap. 5 und 6 dargestellten Zusammenhänge sich auf ein hypothetisches Modell stützen und im Zusammenhang mit der Ursache und Behandlung muskulärer Dysbalancen Hypothesen darstellen, die sich auf die bisherigen experimentellen Befunde über die Wirkung von Kraft- und Dehnungstraining auf die Dehnungs- und Längeneigenschaften des Muskels gründen. Insofern besteht Unsicherheit über ihre Gültigkeit, die auf dem Wege über experimentelle Befunde beseitigt werden müssen.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Trainingswissenschaft Biowissenschaften und Sportmedizin
Veröffentlicht in:Muskelkrafttraining, Bd. 1
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2000
Online-Zugang:https://docplayer.org/20810031-Effekte-des-dehnens-und-die-behandlung-muskulaerer-dysbalancen.html
Seiten:95-119
Dokumentenarten:Buch
Level:hoch