Verausgabungsbereitschaft und Overconformity im Kontext von Verletzungen im Sport
Wer Sport treibt, ist vor Sportverletzungen nicht gefeit. Diese treffen Athleten immer wieder während der Ausübung ihres Sports oder in der Vorbereitung auf wichtige Wettkämpfe. Meist entstehen Sportverletzungen im Rahmen eines multifaktoriellen Bedingungsgefüges, zu dem auch psychische Determinanten gehören.
Das Buch der promovierten Psychologin und Sportwissenschaftlerin präsentiert und diskutiert anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse die Entstehung von Sportverletzungen auf der Grundlage (sport-)psychologischer Theorien und Konzepte sowie empirischer Daten. Eingangs werden Sportverletzungen definiert, typisiert und klassifiziert. Es erfolgt eine Aufhellung der Häufigkeit des Auftretens von Sportverletzungen und die Darlegung psychischer Determinanten bei der Entstehung von Sportverletzungen. Dabei wird sowohl auf handlungspsychologische wie auch auf stresstheoretische Ansätze eingegangen. Es folgt die theoretische Erläuterung der Verausgabungsbereitschaft, ehe über drei empirische Studien zum Konzept der Overconformity berichtet wird.
Studie 1 thematisiert die Verausgabungsbereitschaft als Prädiktor für Sportverletzungen. Im Rahmen dieser Studie erfolgte auch die psychometrische Überprüfung der SVBS (Skala zur Verausgabungsbereitschaft im Sport) sowie deren Erklärungswerts anhand einer Stichprobe von 665 Athletinnen und Athleten.
Eine zweite Studie beleuchtet die Overconformty im Sport als Erklärungsmodell für Sportverletzungen. Dabei wurden in Studie 1 zutage getretene methodische Desiderate berücksichtigt. Offen blieben hierbei Fragen nach der Replizierbarkeit der Einstellungsmuster zur Overconformity und der Einfluss dieser Muster für die Entstehung von Verletzungen, die Überprüfung der Retest-Stabilität der verwendeten Skalen und das recht lange Erhebungsintervall von 22 Monaten.
Studie 3 geht auf das Thema Overconformity im Freizeitsport ein. Während Studie 2 mit angehenden Sportstudenten arbeitet, wurde in dieser Studie untersucht, inwieweit sich die Erkenntnisse auf die neue Stichprobe von Freizeitsportlern replizieren lässt und wie zeitlich stabil sowohl die Prädiktoren zur Bestimmung der Overconformity und zum anderen die Clusterzuordnungen selbst sind.
Die Befunde der empirischen Studien stellen eine wertvolle Bereicherung der psychologischen Sportverletzungsforschung dar und leisten einen substanziellen Beitrag zur Erklärung des Auftretens von Sportverletzungen.
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| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Sozial- und Geisteswissenschaften |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
Aachen
Meyer & Meyer
2014
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| Schriftenreihe: | Spektrum Bewegungswissenschaft, 8 |
| Online-Zugang: | https://www.amazon.de/s?k=Verausgabungsbereitschaft%20und%20Overconformity%20im%20Kontext%20von%20Verletzungen%20im%20Sport |
| Seiten: | 358 |
| Dokumentenarten: | Buch |
| Level: | hoch |