Stress und Stressbewältigung im Leistungssport. Kognitionspsychologische und handlungskontroll-thematische Überlegungen
Bisherige Ansätze zu Stress und Stressbewältigung im Sport zeigen deutliche Parallelen in den allgemeinpsychologischen Zugängen zum Phänomen. Der "klassische" kognitionspsychologische Ansatz von LAZARUS (1966) und LAZARUS/LAUNIER (1981) sieht den Prozess der Stressbewältigung als Äquilibrationsprozess eines ins Ungleichgewicht geratenen psychophysischen Zustands. Diese Modellannahme wird auch in sportpsychologischen Publikationen vertreten. Untersuchungen im Leistungssport liegen zahlreich vor. In dem zugrunde liegenden theoretischen Bezugsrahmen wird effektives Coping über das Wiederherstellen eines psychophysischen Gleichgewichts operationalisiert. Die Frage der Effektivität des Copings stellt sich sowohl im Leistungssport als auch in der klinischen Psychologie. Leistungssportler werden im Wettkampf - genauso wie Personen des alltäglichen Lebens - mit kritischen Situationen konfrontiert. Effektives Coping misst sich vor allem für den Leistungssportler im Handlungserfolg. Somit bietet es sich an, Stressbewältigung im leistungssportlichen Rahmen eher im handlungskontroll-thematischen Kontext zu sehen. Im vorliegenden Beitrag wird diskutiert, ob kognitionspsychologische Stress- und Copingtheorien einen adäquaten Zugang zu leistungsportspezifischen Fragestellungen erlauben. In diesem Beitrag wollen wir alternative theoretische Modelle diskutieren, die u.E. die sportpsychologische Stress- und Copingforschung bereichern können.
© Copyright 2003 Sportwissenschaft. Springer. Alle Rechte vorbehalten.
| Schlagworte: | |
|---|---|
| Notationen: | Sozial- und Geisteswissenschaften |
| Veröffentlicht in: | Sportwissenschaft |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
2003
|
| Ausgabe: | Schorndorf 33(2003)3, S. 280-390, 41 S. |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch mittel |