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Hermann Maier - en ny teknisk förebild?

(Hermann Maier - ein neues Technikvorbild?)

Bei einer Analyse des Fahrstils im Riesenslalom sind folgende Kennzeichen auffallend: - eine sehr niedrige Fahrposition, bei der die Oberschenkel über den Unterschenkeln undder Oberkörper über den Oberschenkeln gehalten wird, - eine auffallend breite Skiführung, die oftmals mit Druck auf beiden Ski verbunden wird, dies trifft sowohl auf den Schwunganfang als auch auf die Steuerung während des Schwungs zu, - der Oberkörper wird stabil und die Arme nach vorn und außen gehalten. Der Oberkörper scheint einen festen Fixpunkt für die Beinarbeit darzustellen. - Die Ski werden zum Beginn kurzer Schwünge entlastet. - Wenn der Läufer sich abdrückt, um einen kurzen Schwung auszuführen, geschieht das eher seitlich als im Hüftgelenk. - Wenn der Läufer nach Kanteneinsatz entlastet, kann es zu folgenden Dingen kommen: a) Er wechselt ganz einfach die Belastung von einem auf den anderen Fuß, indem er den Innenski während langer Schwünge entlastet. b) Er entlastet beide Ski, indem er einen Ausgleich vornimmt - ein Hochziehen der Beine. c) Er führt den Ausgleich durch Drehung und Streckung der Beine in der Entlastungsphase durch, um später die Ski in die Richtung des nächsten kurzen Schwungs zu stellen. Es kommt fast nie zu Vertikalarbeit, um zu entlasten, und der Oberkörper wird nie aufgerichtet. - Die Steuerphase beginnt sehr deutlich, unmittelbar nach der Entlastung, indem die Ski mit den Füßen und Beinen wieder neu auf die Innenkante gestellt werden. - Der Schwung wird dadurch kontrolliert, daß beide Ski gesteuert werden, im Normallfall gleichmäßig auf beiden Ski, während die Beine die ganze Zeit über gebeugt werden, um der Zentrifugalkraft entgegenzuwirken. Das ist für die Muskeln anspruchsvoll. Zum Ende des Schwungs muß der Läufer einen Maximaldruck aushalten. Das ist oftmals der Druck, der Halt für den kommenden Schwung gibt. Wenn die Schwünge schnell aufeinander folgen und schnell zwischen den Beinen gewechselt wird, sieht es von vorn so aus, als ob der Läufer eine Pendelbewegung ausführt. In gleicher Weise passiert es, wenn der Läufer zum Schwunganfang den Druck von der Skispitze auf das Skiende am Schwungende verlagert - es entsteht der Eindruck einer Pendelbewegung von vorn nach hinten. Bemerkenswert für die Technik von H. Maier ist: - er beginnt sehr zeitig mit dem Schwung, wodurch die Steuerbewegung effektiver wird, - da die Schwungbewegung früher begonnen wird, kann sie mit einem offeren Bogen beendet werden, wodurch der Fahrer schneller in den nächsten Schwung einfahren kann, - der Maximaldruck am Schwungende wird kleiner, die Einfahrt in den nächsten Schwung wird dadurch leichter, - ein nahezu systematischer Kontakt des Körpers mit den Skistöcken zum Schwungende, - eine fließende Ausführung der Bewegung, was insbesondere im Zusammenspiel von Oberkörper und Unterkörper/Beine deutlich wird. Maier dreht sehr zeitig das Bergbein in die für den Auftakt der Schwungbewegung erforderliche Richtung.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:technische Sportarten
Veröffentlicht in:Svensk Skidsport
Sprache:Schwedisch
Veröffentlicht: 1998
Ausgabe:Bjästa 29(1998)13, S. 25 - 28, 3 Abb.
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch mittel