Physiological analysis and training for snowboard's halfpipe event
(Physiologische Analyse und Training für den Halfpipe-Wettbewerb im Snowboard)
Als Probanden wirkten drei Mitglieder der USA Nationalmannschaft im Snowboarding an der Studie mit. Von ihnen wurden an einem Trainingstag Werte für Laktat und Herzfrequenz genommen. Die Herzfrequenzwerte wurden eine Stunde lang kontinuierlich während des Trainings ermittelt, die Blutproben für die Laktattests wurden nach jedem dritten Trainingslauf genommen (eine Minute nach dessen Beendigung). Während des Halfpipe-Laufs stieg die Herzfrequenz bis auf 92% des vorhergesagten, altersbezogenen Maximalwertes der Herzfrequenz. Die Blutlaktatwerte erreichten einen Durchschnitt von 2.9 mmol pro Liter (+/- 0.3) am Ende jedes dritten Laufs. Die Ausgangswerte waren mit 1.35 mmol pro Liter (+/- 0.05) ermittelt worden.
Bei der Betrachtung der Herzfrequenzwerte ist interessant, daß es im Verlauf eines Laufs zu deutlichen Schwankungen kommt. Diese reichen bis zu 184 Schlägen pro Minute, durchschnittlich wurden 140 Schläge/Minute ermittelt. Im Trainingsprozeß muß aber beachtet werden, daß der Sportler die Strecke wieder zum Start zurücklegen muß, was in der vorgelegten Studie zu einer Herzfrequenz von 160 Schlägen/Minute führte. Nach dem Erreichen des Starts erholt sich der Sportler, bis er einen Hf-Wert von 120 bis 130 Schlägen/Minute hat. Dies wird pro Trainingseinheit oftmals wiederholt, sodaß hier im Training eine aerobe Energiebereitstellung eine Rolle spielt. Es wird aber darauf verwiesen, daß die hier vorgestellte Studie mit nur einer sehr kleinen Probandenzahl durchgeführt wurde.
Zum Training für den Halfpipe-Wettbewerb im Snowboarding wird besonders auf folgende Schwerpunkte verwiesen:
Snowboarding ist eine fertigkeitsorientierte Sportart, deshalb muß dem Techniktraining eine sehr große Bedeutung beigemesen werden. Die Nationalmannschaft der USA hat in der Vorbereitung nur drei Trainingslager von jeweils acht bis zehn Tagen, während der Schneetraining als Techniktraining möglich ist. Im Sommertraining müssen bereits vorher die aeroben Komponenten entwickelt werden (Radfahren, Laufen, Aerobic). Oftmals wird die aerobe Komponente im Sommer auch durch das Skateboarding auf der Halfpipe erreicht. Im Krafttraining sollte sich sehr stark auf die abdominale Muskulatur orientiert werden. Die Beinmuskulatur, die für die Absprünge und Landungen wichtig ist, sollte mit Kniebeugen in verschiedenen Ausführungen trainiert werden. Weiterhin sollte die ischiokruschiale Muskulatur mit Trainingsgeräten trainiert werden.
Nach dem Krafttraining sollte den schnellkräftigen Komponenten Aufmerksamkeit gewidmet werden ( Gewichtheben, plyometrische Übungen als Niedersprünge aus 20 bis 50 cm Höhe, schnellkräftige Sprünge mit einer Last, die 30 Prozent über dem Maximum für eine Wiederholung liegt und mit der vertikale Sprünge durchgeführt werden). Dieses Schnellkrafttrainign wird anfangs einmal wöchentlich und später zweimal wöchentlich durchgeführt.
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| Notationen: | Biowissenschaften und Sportmedizin technische Sportarten |
| Veröffentlicht in: | Strength and Conditioning Journal |
| Sprache: | Englisch |
| Veröffentlicht: |
1998
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| Ausgabe: | Colorado Springs 20(1998)4, S. 8 - 12, 1 Abb., 14 Lit. |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch mittel |