The 1996 Olympic windsurfing trials - Training considerations for windsurfers

(Die Olympiaausscheidungen der USA im Windsurfen 1996 - Schlußfolgerungen für das Training der Windsurfer)

Dargestellt werden die Vorbereitungen von drei USA Windsurfern auf die nationalen Olympiaausscheidungen 1996 und die sich aus der wissenschaftlichen Trainingsanalyse ergebenden Konsequenzen. Untersuchungsergebnisse der U.S. Sports Academy zum Windurfen zeigen, daß der Energiebedarf beim Wettkampf im Windsurfen zu 80 % aus dem oxidativen Stoffwechsel, weitere 15 % aus dem Milchsäuresystem und weniger als 5 % vom ATP-CP System stammen. Biomechanische Analysen zeigen, daß folgende Muskeln im Windurfen angesprochen werden: biceps brachii, brachialis und brachioradialis, triceps brachii, trapezius, rhomboids, deltoid, latissimus dorsi, quadriceps (rectus femoris, vastus lateralis, vastus intermedius, vastus medialis), ischiokruschiale Muskulatur (biceps femoris, semitendinosus, semimembranosus), sartorius, iliopsoas, tensor fascia latae, gluteus maximus, gastrocnemius, soleus. Das Krafttrainingsprogramm der drei Windsurfer wird in Tabelle 1 vorgestellt. es konzentriert sich sehr stark auf eine Verbesserung der muskulären Kraftfähigkeiten und der lokalen muskulären Ausdauer, ohne daß es zu einem Anwachsen des Körpergewichts kommt. Demzufolge wurde ein Trainingsprogramm mit mittlerer Intensität und hohem Trainingsumfang im Kraftbereich eingesetzt. Dieses lief in einem viertägigen Zyklus ab: 1. Tag Oberarme, 2. Tag Schultern, 3. Tag Brustmuskulatur und 4. Tag aktive Erholung. Zusätzlich zu diesem Training absolvierten die Sportler täglich Kraftübungen für die abdominale und Lendenbereiche. Für die Entwicklung der Muskulatur des Unterkörpers und der kardiovaskulären Ausdauer wurde ein aerobes Cross-Training eingesetzt (Step Aerobic, Radfahren, Jogging, Skilanglauf (Ergometer)). Dieses Training wurde sechsmal wöchentlich über einen Zeitraum von jeweils ein bis zwei Stunden absolviert. Die sportartspezifische Konditionierung erfolgte an vier bis fünf Wochentagen für einen Zeitraum von ein bis zwei Stunden. Dabei wurden sportartspezifische Trainingsformen genutzt. Für die zukünftige Gestaltung des Trainingsprogramms werden folgende Änderungen empfohlen: - Einbeziehung eines speziellen Trainingsprogramms für die Muskulatur des Unterkörpers - das Trainingsprogramm für die Schaffung/Erhaltung eines muskulären Gleichgewichts sollte sowohl den Ober- als auch den Unterkörper umfassen. - H. Sandner -
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Trainingswissenschaft technische Sportarten
Veröffentlicht in:Strength and Conditioning Journal
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 1998
Ausgabe:Colorado Springs 20(1998)2, S. 13 - 15, 1 Abb., 1 Tab., 4 Lit.
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch mittel