Praxis der Sportpsychologie. Mentales Training im Wettkampf- und Leistungssport

Die Psychologie, als Wissenschaft vom Verhalten, hat sich ihren Platz im Sport erworben, in dem sie sich mit den praktischen Problemen auseinandergesetzt hat, die im Training und Wettkampf auftreten, die das sportliche Ergebnis zum Positiven oder Negativen beeinflussen können. Damit wurde in den letzten mehr als 30 Jahren ein umfangreiches Wissen zu psychologischen Prozessen im Sport und seinen Teilbereichen Leistungssport, Freizeitsport, aber auch Präventions- und Rehabilitationssport zusammengetragen. Um erfolgreich psychologische Interventionen im Sport einsetzen zu können, bedarf es eines entsprechenden theoretischen und praktischen Wissens, wobei die mentalen Trainingsformen eine zentrale Stellung einnehmen. Die Autoren dieses Buchs legen ihren thematischen Schwerpunkt auf praktische Lösungsansätze, stellen grundlegendes Wissen bewusst nur sehr knapp und summarisch vor, in dem sie sportpsychologische Perspektiven aufzeichnen, über mentale Stärke diskutieren und dabei die Sportpsychologie inhaltlich beschreiben. Der Praxisteil widmet sich dann den Themenfeldern, die für praktische Interventionen bedeutsam sind: - die sportpsychologische Diagnostik (Verfahren, Grundprinzipien, Qualitätskriterien, Instrumente, Interpretation, Diagnostik im Betreuungsprozess, diagnostische Instrumente) - Persönlichkeit und Persönlichkeitsentwicklung (Selektions- und Sozialisierungshypothese, Persönlichkeitsmerkmale und ihre Veränderung), - sportpsychologisches Grundlagentraining (Psychoregulation, progressive Muskelrelaxation, autogenes Training, Teambuilding), - sportpsychologische Interventionen im Fertigkeitstraining (Motivation und Aktivierung, Regulationsstrategien, Zielsetzungstraining, Selbstwirksamkeitsüberzeugung, Selbstvertrauen, Selbstgesprächsregulation, Konzentrationstraining, Imagination und Vorstellungstraining) - sportpsychologische Interventionen in den Themenfeldern Erholung, Belastung, Übertraining (Definition, Strategien, Verfahren, Einflussfaktoren, Instrumente), - sportpsychologische Kriseninterventionen (Kommunikationsstörungen, Konflikte, Aufbautraining nach Verletzungen, psychische Probleme wie Burnout, Depressionen, Karriereende). Im Rahmen dieser Themenfelder treten sehr oft Situationen auf, die zwar nicht unmittelbar standardisiert werden können, die in ihrer Grundstruktur aber Ähnlichkeiten aufweisen (wie zum Beispiel Angst vor einem Wettkampf, Übertraining, Startvorbereitungen, Emotionsregulation oder Konzentrationsstörungen). Für 25 von ihnen haben die Autoren einen "Werkzeugkasten" angelegt, aus dem Psychologen, Trainer und Sportler Hinweise zu den Ursachen und Vorschläge für Lösungen entnehmen und mit der aktuellen Situation bei einem einzelnen Sportler, in einer Trainingsgruppe oder einer Mannschaft vergleichen können.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Sozial- und Geisteswissenschaften
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Balingen Spitta 2011
Ausgabe:Balingen: Spitta, 2., überarb. und erw. Aufl., 2011.- 186 S.
Seiten:186
Dokumentenarten:Buch
Level:hoch