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Anatomie des Stretchings

Besucher sportlicher Wettkämpfe im Spitzenbereich kennen das Prozedere schon viele Jahre: Sportlerinnen und Sportler betreten die Arena, laufen ein paar Minuten und beginnen dann mit dem Stretching für ausgewählte Körperregionen. Was - zumindest im Sport - im Hochleistungsbereich begann, hat sich inzwischen seinen Weg auch in jüngere Altersklassen und auf alle Leistungsebenen gebahnt. Stretching findet sich inzwischen aber ebenso im Sportunterricht an Schulen und im Übungskatalog von Fitnesszentren. Wenn diese Technik korrekt und effektiv genutzt werden soll, muss sie in einen engen Zusammenhang mit der menschlichen Anatomie und Physiologie gestellt werden, denn Dehnung zur Verbesserung der Beweglichkeit steht in direkter Beziehung zu den primären und sekundären Muskeln und deren Funktionen. Beim Dehnen der Muskeln wird ihr Bewegungsumfang erweitert und regelmäßiges Stretching kann außerdem zu einer Zunahme der Muskellänge insgesamt führen. Das Nachdenken über Stretching sollte damit beginnen, ein mehrere Komponenten umfassendes Warm-up-Programm zusammenzustellen, zu dem auch Elemente des statischen und dynamischen Stretchings gehören. Dazu sind Kenntnisse zu verschiedenen Methoden (statisches, passives, aktives, PNF-, isometrisches, ballistisches, dynamisches und AIS-Stretching) erforderlich, zu einem optimalen Ergebnis zu gelangen, um potenzielle Verletzungsrisiken zu minimieren und die Leistungsfähigkeit der Muskeln zu optimieren. Darüber hinaus sind medizinische und trainingsmethodische Regeln zu beachten, um sich keinen gesundheitlichen Risiken auszusetzen. Die Vermittlung all dieser Wissensbestände bildet den Einstieg in Brad Walkers Buch zur Anatomie des Strechings, bevor er sich mit detaillierten Einblicken in den menschlichen Körper und dessen muskulärem Aufbau in den Praxisteil begibt. In diesem stellt er 114 Übungen vor, die jeweils für eine bestimmte Körperregion entwickelt wurden. Anatomische Zeichnungen demonstrieren, welche Muskeln durch die jeweilige Übung angesprochen werden. Die erläuternden Texte gehen sowohl auf die richtige Bewegungsausführung ein, weisen auf Sportarten hin, in denen diese besonders wichtig sind, listen die potenziellen Gefahren auf, die bei fehlender Prävention für diese Körperregion typisch sind und geben Hinweise auf weitere Übungen, die mit der jeweils vorgestellten kombiniert werden können. Übersichtslisten für den Einsatz der einzelnen Übungen für bestimmte Sportarten bzw. bei ausgewählten Sportverletzungen erleichtern es dem interessierten Leser sehr gut, geeignete Übungen zu finden, die seinen individuellen Interessen bzw. Bedürfnissen entsprechen. Vorgestellt werden Übungen für folgende Körperregionen: - Hals- und Schultermuskulatur - Arm- und Brustmuskulatur - Bauchmuskulatur - hintere und seitliche Rumpfmuskulatur - Hüft- und Gesäßmuskulatur - musc. quadriceps - ischiokrurale Muskulatur - Adduktoren - Abduktoren - Wadenmuskulatur und Achillessehne - Unterschenkelmuskulatur und Sprunggelenk.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Trainingswissenschaft Biowissenschaften und Sportmedizin
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: München riva Verlag 2009
Ausgabe:München: Riva Verlag, 2009. - 186 S.
Seiten:186
Dokumentenarten:Buch
Level:mittel