Macht, Leistung, Freundschaft. Motive als Erfolgsfaktoren in Wirtschaft, Politik und Spitzensport
Die Ursachen, die Menschen in den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Teilbereichen antreiben, um nach überdurchschnittlicher Leistung und Erfolg zu streben, können sehr unterschiedlich sein. Es gibt viele Motive, die Menschen dazu bewegen können,über längere Zeiträume und mit großer Beharrlichkeit, mit Kreativität und Kraft gegen erwartete und unerwartete Probleme anzukämpfen, im Weg liegende Hindernisse auszuräumen, ohne das selbst gesteckte Ziel aus den Augen zu verlieren, um dann letztlich den (verdienten) Lohn zu bekommen. Wenn man sich diesem Themenkomplex nähert, entstehen natürlich Fragen danach, was erfolgreiche Manager, Spitzensportler oder Künstler auszeichnet, die diesen Weg bereits erfolgreich beschritten haben und wie es gelingen kann, deren individuelle Lösungen nachzuzeichnen und auf Kennzeichen, Motive oder Handlungsweisen zu hinterfragen, die auch für andere Menschen wissens- und manchmal nachahmenswert sein könnten. Im vorliegenden Buch analysieren die beiden Autoren Persönlichkeitsfaktoren und Motive, die einen wichtigen Einfluss auf den Erfolg dieser Spitzenkräfte haben. Ausgehend von der Motivationstheorie von David McClelland nehmen sie dabei eine Einschränkung auf die Analyse von drei Motiven vor: - dem Bedürfnis nach Leistung (Leistungsmotiv) - dem Bedürfnis nach sozialen Kontakten (Gesellungs- und Freundschaftsmotiv) und - dem Bedürfnis nach Macht und Einfluss (Machtmotiv). Sie sind sich bei ihrem Herangehen sehr wohl bewusst, dass es sich bei Motiven nicht um direkt wahrnehmbare Persönlichkeitsmerkmale, sondern um hypothetische Konstrukte, dass es aber möglich ist, davon einen rationalen Kern zu beschreiben und begreifen zu können, um die theoretischen Grundlagen und Erkenntnisse wieder zurückzuführen in die Praxis in den Managementetagen von Unternehmen oder in die Trainings- und Wettkampfpraxis des Hochleistungssports. Dies wird insbesondere dadurch ermöglicht, dass Motivation als ein Zusammenspiel von inneren Antrieben undäußeren Gegebenheiten verstanden wird, das zielgerichtet gesteuert werden kann. Hieraus ergeben sich für alle, die mit Führungsaufgaben betraut sind, eine Vielzahl von Möglichkeiten, aber auch eine hohe Verantwortung, entscheidet ihr Handeln doch nicht unwesentlich über Motivation oder Demotivation der ihnen anvertrauten Personen. Und so wendet sich das Buch gerade an diese Zielgruppe. Die Manager, Sportdirektoren, führenden Politiker sollen ein besseres Verständnis dafür entwickeln, was Menschen antreibt, weshalb sie (zum Beispiel im Spitzensport) immer besser werden wollen, woher das Bestreben nach harmonischen sozialen Beziehungen stammt und warum es für manch einen sehr bedeutsam ist, ein Gefühl von Einfluss und Stärke zu empfinden und dieses auch in seinem Arbeitprozess ausleben zu können. Dazu ist es aber auch notwendig zu verstehen, wie Motive das Verhalten beeinflussen (können), wie es möglich ist, Motive anderer Menschen zu erkennen und welche Faktoren den Tatendrang immer wieder bremsen bzw. in Frage stellen. In einem Kapitel zur Motivausprägung und Erfolg im Spitzensport gehen die Autoren auch spezifischen Fragen des Leistungs- und Erfolgsstrebens von Sportlerinnen und Sportlern nach. Dabei stellen sie auch Fragen danach, wie sich die typische Untergliederung der Tätigkeit von Spitzensportlern in Trainings- und Wettkampfphase auf die Motivbildung auswirkt und welchen Einfluss die sporttypische Auseinandersetzung mit bzw. gegen andere bei der Motivbildung hat und ob es letztlich ein "ideales" Motivprofil des erfolgreichen Spitzensportlers gibt und ob sich motivationale Anforderungsprofile nach der Spezifik einer Sportart oder Sportartengruppe richten.
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| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Sozial- und Geisteswissenschaften |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
Stuttgart
Kohlhammer
2006
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| Seiten: | 168 |
| Dokumentenarten: | Buch |
| Level: | mittel |