Integratives Mentaltraining im Sport

Nicht selten erklären Sportlerinnen und Sportler ihren Erfolg oder auch Misserfolg mit mentaler Stärke oder Schwäche. Es ist ihnen entweder in einer den Wettkampf entscheidenden Situation gelungen, unter sehr hohem Stress die richtige Entscheidung zu treffen oder eine - für sie nicht erklärbare - mentale Blockade hat das verhindert, der sportliche Konkurrent konnte so den Sieg davontragen. Die Prozesse der mentalen Vorbereitung auf die Erbringung sportlicher (Spitzen)Leistungen unter sehr komplizierten Bedingungen, gegen gleichwertige Konkurrenten und zu einem genau definierten Zeitpunkt sind innerhalb eines komplexen, sportwissenschaftlichen Trainingsprogramms vielfach zu einem wichtigen und festen Bestandteil geworden. Dabei handelt es sich nicht um eine eher zufällige, kurzfristige Maßnahme, sondern Mentaltraining ist zu einer wichtigen Trainingskomponente geworden, deren Qualität die Qualität der sportlichen Leistung insgesamt entscheidend (mit)beeinflusst. Aus dieser Erkenntnis hat sich die Notwendigkeit der intensiven wissenschaftlichen Beschäftigung mit den gedanklich-kognitiven, gefühlsmäßig-emotionalen und körperlich-physiologischen Komponenten der im Sport anzutreffenden mentalen Prozesse ergeben, da sich aus ihnen die Möglichkeiten zur Beeinflussung der sportlichen Leistung ergeben. Die vorliegende Arbeit befasst sich damit den Sportler zu unterstützen, um eine Zone idealer Leistungsfähigkeit (im Unterschied zur Untermotivations- undÜbermotivationszone) zu gelangen. Dazu wird ein mehrstufiger Sportmentalzyklus mit folgenden Komponenten entwickelt: - Orientierung und Zielfindung (Werteanalyse, Zielarbeit, Stärkeanalyse) - Entwicklung eigener Stärken (Konzentration, Selbstmotivation, Bewegungsoptimierung) - Umgang mit mentalen Blockaden (Prävention und Lösung) - Erfolgskontrolle und Evaluierung (Zielevaluation und Folgerungen). Was sich auf den ersten Blick sehr theoretisch-spröde anhört, wird von den Autoren mit interessanten, praktischen Übungen zum Leben erweckt. Dazu wurden eine Vielzahl von Arbeitsblättern zu den einzelnen Teilthemen entwickelt, erfahrungsbasierte Praxisbeispiele und -berichte zu Papier gebracht und Übungen bzw.Übungsprogramme ausprobiert. In Einzelfällen werden sogar Beispiele aus der individuellen Ansprache von Spitzensportlern vorgestellt, mit denen tatsächlich die angestrebten mentalen Effekte erzielt wurden. So konnte ein Praxishandbuch entwickelt werden, das den interessierten Leser mit dem notwendigen wissenschaftlich-theoretischen Rahmen versorgt, dabei aber nicht stehen bleibt, sondern den Transfer dieses Wissens in die Trainings- und Wettkampfpraxis realisiert.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Sozial- und Geisteswissenschaften
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Aachen Meyer & Meyer 2006
Ausgabe:Aachen: Meyer & Meyer, 2006. - 119 S.
Online-Zugang:https://www.amazon.de/s?k=Integratives%20Mentaltraining%20im%20Sport
Seiten:119
Dokumentenarten:Buch
Level:mittel