Zur Methodik des langfristigen leistungsorientierten Muskelaufbautrainings. Eine empirische Untersuchung aus trainingswissenschaftlicher Sicht
Ziel dieser Arbeit, die an der Universität Chemnitz erfolgreich als Dissertation vorgelegt wurde, ist es, konkrete methodische Empfehlungen für ein gesundheitlich verträgliches und effektives, leistungsorientiertes Muskelaufbautraining zu formulieren. Dazu hat der Autor primär zwei Methoden eingesetzt: Er hat einerseits eine sehr umfassende Literaturstudie angefertigt und andererseits eine empirische Untersuchung des Krafttrainings von 50 Kraftsportlern durchgeführt.
Die Darstellung des aktuellen Erkenntnisstandes in der wissenschaftlichen Literatur gehört zu den umfassendsten ihrer Art der letzten Jahre und umfasst eine Vielzahl von Einzelaspekten, u. a.
- zur Methodik des Krafttrainings,
- zum Zusammenhang von Maximalkraft, Schnellkraft, Kraftausdauer und Reaktivkraft;
- zu Methoden des Krafttrainings,
- zu Komponenten der Belastungsstruktur im Krafttraining sowie
- zu Organisationsformen des Krafttrainings.
In Ergänzung dieser Literaturstudie ist die durchgeführte Befragung zu sehen. Bei der Auswahl der Probanden, die alle aktive Bodybuilder waren, wurde als ein Kriterium gewählt, dass sie mindestens 15 Jahre aktiv diesen Sport betrieben hatten und sich im vierten Lebensjahrzehnt befanden. Alle Probanden wurden dann einer sehr umfangreichen Befragung unterzogen. Alle trainierten nach dem Mehrsatzprinzip, ohne dabei eine Ausbelastung anzustreben. Dies hatte zur Folge, dass orthopädisch problematische Ausbelastungen vermieden werden konnten, gleichzeitig dennoch Hypertrophiereize möglich waren. Es wurde auch festgestellt, dass für Probanden in diesem Altersbereich weitere Vorteile des Mehrsatzprinzips mit nur moderater Ausbelastung in positiven kardiovaskulären und metabolischen Effekten bestanden. Die Probanden trainierten durchschnittlich drei- bis viermal wöchentlich nach dem Splitsystem, um die Hauptmuskelgruppen mehrmals pro Woche mit jeweils drei bis vier Serien und acht bis neun Wiederholungen zu trainieren.
Basierend auf beiden Untersuchungsergebnissen formuliert A. Müller Schlussfolgerungen für die Trainingspraxis, die sich auf die Erwärmung und Dehnung, die Übungsauswahl, die verwendete Belastungsintensität und eingesetzte Wiederholungs- und Serienzahlen, auf die Trainingshäufigkeit und Trainingsdauer, auf die Trainingsperiodisierung und auf die Steigerung der Trainingsbelastung beziehen.
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| Schlagworte: | |
|---|---|
| Notationen: | Trainingswissenschaft |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
2003
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| Ausgabe: | Butzbach-Griedel: Afra Verlag, 2003.- 188 S. |
| Dokumentenarten: | Buch |
| Level: | mittel |


