Einfluss der Ausführungsqualität auf den Break Point Angle und die Muskelaktivität bei der Nordic Hamstring Exercise

Die Nordic Hamstring Exercise (NHE) ist eine Übung zur supramaximalen, exzentrischen Kräftigung der hinteren Oberschenkelmuskulatur, die nachweislich zu einer Verringerung von Verletzungen führt (van Dyk et al., 2019). Allerdings stellt die Übung hohe Anforderungen an die Kraftfähigkeiten der Athlet:innen, um eine willkürliche Muskelaktivierung bis zu den verletzungsrelevanten Break-Point-Winkeln (BPA) zwischen 30° und 0° Kniebeugung zu erreichen (Sconce et al., 2015). Darüber hinaus kann ein vorzeitiger BPA mit der Ausführungsqualität der Übung in Verbindung gebracht werden (Alt & Schmidt, 2021; Alt et al., 2018). Unterschiedliche Ausführungsmodalitäten (z. B. Fersenfixierung, Kniestand, Knieposition) können dabei Einfluss auf die zielgerichtete Aktivierung im Verlauf der NHE nehmen. Dennoch wird die Übung in der Trainingspraxis und in wissenschaftlichen Interventionsstudien primär mit niedriger Qualität ausgeführt (Alt et al., 2022). Basierend auf den ANHEQ-Kriterien (Alt & Schmidt, 2021) werden in dieser Studie die Auswirkungen von drei NHE-Ausführungsmodalitäten auf den BPA und Muskelaktivierung untersucht. Es wird angenommen, dass eine höhere Ausführungsqualität zu geringeren BPA und höherer muskulärer Aktivierung führt.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Trainingswissenschaft
Tagging:Nordic hamstring exercise
Veröffentlicht in:dvs-Biomechanik 2023 Tagungsband
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Stuttgart Steinbeis-Edition 2023
Seiten:133-134
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch