Bestimmung der totalen Hämoglobinmenge während Höhen- und Flachlandtrainingslagern
Mit den vorliegenden Ergebnissen konnte bestätigt werden, dass klassisches Höhentraining eine Steigerung der tHb-Menge hervorruft. Der mittlere tHb-Anstieg der ersten drei Höhentrainingslager (+ 7,2 ± 3,3 %) ist vergleichbar mit anderen Ergebnissen konventioneller Höhen- bzw. LH-TL-Trainingslager, die unter den Bedingungen, >14h/Tag Hypoxie, ab ca. 2100 m Höhe und mind. 3 Wochen Aufenthalt, durchgeführt wurden (Schmidt and Prommer, 2008). Zwischen Männern und Frauen zeigten sich auf 2300 m Höhe keine signifikanten Unterschiede bezüglich der Anstiege der tHb-Menge (Männer:+ 7,1 ± 2,1 % / Frauen: + 8,5 ± 3,9 %). Allerdings fällt die Steigerung der tHb-Menge in 1500 m Höhe bei den Frauen deutlich niedriger aus als bei den Männern. Ursache hierfür ist möglicherweise, dass aufgrund der weiblichen Hormone Östrogen und Progesteron die Ventilation stimuliert (Schoene et al., 1981) und deshalb die Sauerstoffsättigung nicht so stark abgesenkt wird wie bei Männern (Böning et al., 2004). Frauen reagieren deshalb nur in höheren Lagen mit einem Ansteigen der tHb-Masse (Böning et al., 2001). Es ist aber bemerkenswert, dass in 1500 m Höhe überhaupt eine messbare Steigerung der tHb-Menge stattfand, da in der Literatur erst in Höhen ab 2100 m von Anstiegen berichtet wird. Allerdings muss angemerkt werden, dass die Probandenzahl, vor allem bei den Männer (N = 4), zu klein war, um aussagekräftige Schlussfolgerungen ziehen zu können.
© Copyright 2009 BISp-Jahrbuch Forschungsförderung 2008/09. Veröffentlicht von Bundesinstitut für Sportwissenschaft. Alle Rechte vorbehalten.
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| Notationen: | Biowissenschaften und Sportmedizin |
| Veröffentlicht in: | BISp-Jahrbuch Forschungsförderung 2008/09 |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
Bonn
Bundesinstitut für Sportwissenschaft
2009
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| Online-Zugang: | https://www.bisp-surf.de/Record/PU201008006275/RIS |
| Seiten: | 65-69 |
| Dokumentenarten: | Buch |
| Level: | hoch |


