Intensitätstechnik Vor- und Nachermüdung im Muskelaufbautraining - ein explorativer Methodenvergleich
Das Muskelaufbautraining zielt vorrangig auf die Steigerung der Muskelmasse ab. Eine Prämisse hierzu lautet, dass die Ausbelastung der Muskulatur als adaptiver Reiz anzusehen ist. Augustsson et al. sowie Maynard und Ebben konnten u.a. zeigen, dass die Vorermüdung als Intensitätstechnik zur muskulären Ausbelastung in ihrer Wirkungsweise überschätzt wurde (1, 24). Als alternative Maßnahme zur Optimierung der Ausbelastungsintensität im Muskelaufbautraining bietet sich die intensive Nachermüdung an. Die nachfolgende Studie vergleicht die Wirkungsweise der Vor- und Nachermüdung als Intensitätstechnik bei 12 krafttrainingsspezifisch trainierten Freizeitsportlern anhand der Parameter time under tension, Herzfrequenz und subjektive Belastungseinschätzung.
Innerhalb von drei Verbundsätzen mit den Übungen Bankdrücken und Butterfly, Latissimussziehen und Überzüge sowie Beinpressen und Beinstrecken konnte gezeigt werden, dass die Nachermüdung sich nicht signifikant von der Vorermüdung unterscheidet (TUT Brustmuskulatur (F=0,15; df=1; p=0,70), TUT Rückenmuskulatur (F=0,27; df=1; p=0,61) und TUT Beinmuskulatur (F=1,05; df=1; p=0,32)) und somit aufgrund zusätzlicher Intensitätstechniken eine sinnvolle alternative Ausbelastungsstrategie im Muskelaufbautraining darstellt.
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| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Biowissenschaften und Sportmedizin Trainingswissenschaft |
| Veröffentlicht in: | Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
2007
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| Online-Zugang: | https://www.germanjournalsportsmedicine.com/fileadmin/content/archiv2007/heft01/25-30.pdf |
| Jahrgang: | 58 |
| Heft: | 1 |
| Seiten: | 25-30 |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch |


