Die Anwendung der Sonographie bei Muskelverletzungen des Unterschenkels

Hintergrund: Diese Studie beschreibt eine rasche, kostengünstige und leicht beurteilbare Methode zur Erstdiagnose und Verlaufskontrolle der Muskelverletzung. Methoden: Es wurden insgesamt 50 Patienten in 2 Gruppen aufgeteilt: Die Patienten der Gruppe A erhielten beim Erstbesuch eine elastische Binde, am nächsten Tag wurde eine Muskelsonographie durchgeführt, dann wieder nach 7 - 14 Tagen sowie nach 4 bis 6 Wochen. Die durchschnittliche Tragedauer der elastischen Binde wurde aufgezeichnet, die Schmerzen mittels Visusal Analog Scale (VAS) erhoben und die Bewegungseinschränkung wurde in drei Grade eingeteilt. In der Gruppe B erhielten die Patienten einen Tapeverband. Ergebnisse: Bei 36 Patienten konnte bei der ersten Muskelsonographie eine Verletzung gefunden werden, bei 13 Patienten noch bei der zweiten Untersuchung 7 - 14 Tage nach dem Unfall sowie bei einem Patienten nach 6 Wochen. Bei den 37 Patienten der Gruppe A betrug der ursprüngliche Schmerz 6,9 Punkte auf der VAS, bei der zweiten Sonographie 3,3 Punkte und 0,8 Punkte bei der letzten Kontrollsonographie. Bei den 13 Patienten der Gruppe B betrug der Schmerz bei der Erstuntersuchung 6,7, bei der zweiten Sonographie 3,8 und bei der Abschluss-Sonographie 2,0. Schlussfolgerung: Die klinischen Symptome und der Verlauf korrelieren mit dem sonographisch objektivierten Bild.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin
Veröffentlicht in:Sportverletzung Sportschaden
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2006
Online-Zugang:https://doi.org/10.1055/s-2006-926997
Jahrgang:20
Heft:3
Seiten:143-148
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch