Functional Training
Das Functional Training will das funktionale Zusammenspiel verschiedener Elemente des menschlichen Körpers fördern. Es will sich verstanden wissen wie ein großes Orchester, das seine optimale Leistung nur dann zeigen kann, wenn unter der Führung des Dirigenten alle Instrumente optimal auf ihr Zusammenwirken vorbereitet werden. Beim sportlichen Training übernehmen das menschliche Gehirn bzw. theoretisches Wissen und praktische Erfahrungen der Trainierenden im Training konditioneller und koordinativer Fähigkeiten und Fertigkeiten diese Dirigentenfunktion.
Es geht im Functional Training nicht darum, einen Muskel im Oberkörper besonders auszugeprägen oder dass die Violinenspieler hervorragende Könner ihres Fachs sind, sondern es geht um ein aufeinander abgestimmtes, harmonisches (Zusammen)Spiel aller.
Ziel ist die Entwicklung einer optimalen Leistungsfähigkeit und nachhaltigen Belastbarkeit durch ein gezieltes, die Entwicklung von funktionellen Muskelketten förderndes Training. Und genau das ist das Grundverständnis Chris Bell's von funktionellem Muskeltraining, das sich bei der Auswahl der Übungen und deren Struktur immer am realen Leben, an den Belastungen im Alltag wie auch im sportlichen Training orientiert. Das führt dann zwangsläufig dazu, dass in komplexeren muskulären Zusammenhängen gedacht, Training geplant und durchgeführt wird.
In seiner sehr ansprechend gestalteten Präsentation des funktionalen Trainings geht Chris Bell auf diese Grundpositionen ein und entwickelt darauf aufbauend seine Konzepte für die Teilbereiche
- Aktivierungsprozess
- Power/Schnellkraft (Sprungkraft, Explosivität etc.)
- Kraft
- Stoffwechseltraining (mit der Tabata-Methode)
- Regeneration.
In jedem einzelnen Teil geht es ihm in seiner sehr anschaulichen, multimedial gekonnt aufbereiteten und sehr leicht verständlichen Präsentation sowohl um die Beantwortung der Frage, worin die spezielle Bedeutung der verschiedenen Aspekte des funktionalen Trainings liegen als auch wie die Einzelübungen unter funktionalen (und damit im Alltag und im sportlichen Training wiederzufindenden) Aspekten auszuführen sind. Dazu verweist er auch in Wort und Videobildern auf die Feinheiten der einzelnen Übungen, um das Verständnis dafür zu wecken und gezielt zu entwickeln, dass es nicht nur um ein Grundgerüst einer Übung geht, sondern dass sie auch in all ihren Feinheiten verstanden und ausgeführt werden muss. Die Form der Erklärung, seine Ansprache des Trainierenden insbesondere in den Know How-Kapiteln, die allen Teilbereichen vorangestellt sind, ist klar und deutlich, und man muss kein sportwissenschaftliches Studium absolviert haben, um seine Grundaussagen verstehen zu können. Um den praktischen Trainingsprozess zu unterstützen, gibt es für jede der Übungen einen Vorschlag mit wie viel Wiederholungen bzw. wie lange man sie jeweils einsetzen sollte, um die gewünschte Wirkung im Functional Training zu erreichen. Interessant ist auch seine Einführung in die Handhabung von neuen Trainingsgeräten wie den Kettlebells mittels methodischer Reihen. Diese werden im aktuellen Standardrepertoire von Schnellkraft- und Explosivkraftübungen gerne genutzt, viele Trainierende verfügen aber anfangs nicht über entsprechende Erfahrungen im Umgang mit ihnen. Ein Großteil der Übungen wird allerdings nur mit dem eigenen Körpergewicht und mit Standardgeräten wie einem Stuhl oder einem Ball ausgeführt, weshalb sie auch gut für ein eigenständiges Training zu Hause oder im Fitnesscenter geeignet sind.
Mit ausgewählten kompakten Trainingseinheiten, die hier natürlich Workout heißen, für einen Zeitraum von sechs Wochen schließt die Einführung in das Functional Training, das sich einer immer größeren Beliebtheit in Fitnesszentren erfreut.
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| Schlagworte: | |
|---|---|
| Notationen: | Trainingswissenschaft |
| Tagging: | funktionelles Training |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
München
riva Verlag
2014
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| Dokumentenarten: | CD-ROM, DVD |
| Level: | mittel |


