Manuelle Triggerpunkt-Therapie. Myofasziale Schmerzen und Funktionsstörungen erkennen, verstehen und behandeln
Triggerpunkte sind lokal begrenzte Muskelverhärtungen in der Skelettmuskulatur, die lokal druckempfindlich sind und von denen übertragene Schmerzen ausgehen können. Rund 80-90 % der Schmerzsyndrome sollen laut Wikipedia auf derartige Muskulaturverhärtungen zurückzuführen sein. Triggerpunkte verursachen häufig auch Schmerzen weit weg vom Ort des Triggerpunkts selbst. Oft leiden die Patienten daher lange an mitunter starken und dauerhaften Schmerzen, ehe die Ursache erkannt wird und eine Therapie eingeleitet werden kann.
Eine Therapiemöglichkeit zur Auflösung myofaszialer Triggerpunkte ist die manuelle Triggerpunkt-Therapie. Eine Triggerpunkt-Therapie kann von speziell ausgebildeten Ärzten, Physiotherapeuten, Krankengymnasten, Ergotherapeuten oder Masseuren durchgeführt werden. Ein Trigger-Therapeut ist darin geschult und in der Lage, mit einem Befund, bestehend aus Anamnese, Inspektion und Dehntests, die entsprechenden Triggerpunkte einzugrenzen und anschließend systematisch und effektiv zu behandeln. Meist lassen die Schmerzen bereits während der Behandlung spürbar nach.
Eine manuelle Triggerpunkt-Therapie vereint dabei mechanische, reflektorische, biochemische, energetische, funktionelle, kognitiv-emotionale und verhaltenswirksame Effekte und beeinflusst somit nicht nur peripher-nozizeptive Schmerzen, sondern greift gleichzeitig in Schmerzverarbeitungsprozesse und Output-Schmerzmechanismen ein.
Das vorliegende Fachbuch beschreibt, wie myofasziale Schmerzen und Funktionsstörungen erkannt, verstanden und behandelt werden können. Beschrieben wird eine systematische, manualtherapeutische Behandlung mit dem Ziel, das Störpotenzial myofaszialer Triggerpunkte zu deaktivieren, begleitende Bindegewebsveränderungen zu behandeln und Rezidiven vorzubeugen.
In den einzelnen Kapiteln des Buches werden Klinik (Merkmale, Diagnostik), Pathophysiologie (Untersuchungsmethoden, chronische Schmerzen, übertragener Schmerz, Energiekrise), Ätiologie (Ursachen, Aktivierungsmechanismen, Deaktivierungsmechanismen, Präposition) myofaszialer Triggerpunkte beschrieben. Themen sind weiterhin triggerpunkt-induzierte Störungen, Diagnostik und Therapie myofaszialer Schmerzen sowie Indikationen und Kontraindikationen.
Ein großer praktischer Teil des Buches beschreibt die manuelle Therapie der Muskeln. Dabei werden auf anschaulich gestalteten Doppelseiten die einzelnen Muskeln, das Gebiet ihrer Schmerzausstrahlung sowie die entsprechende manuelle Therapie detailliert dargestellt. Für jeden Muskel erfolgt die Beschreibung nach dem Muster Anatomie - Funktion - Referred pain - Symptome - auslösende Faktoren - Hinweise für den Therapeuten - Empfehlungen für den Patienten.
Abschließend wird auf neuromuskuläre Entrapments (Nervenwurzelkompression, obere Extremität, untere Extremität und andere) und die Klinik (Screening-Tests, pain guides, klinische Bilder) eingegangen.
Illustriert werden die Ausführungen mit mehr als 1.000 Abbildungen.
Autor des Buches ist mit Roland Gautschi ein diplomierter Physiotherapeut und ausgebildeter Triggerpunkt-Therapeut, dessen Grundsatz es ist: Schmerzen dort behandeln, wo sie entstehen!
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| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Biowissenschaften und Sportmedizin |
| Tagging: | Triggerpunkt |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
Stuttgart
Georg Thieme Verlag
2013
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| Ausgabe: | 2., aktual. und erw. Aufl. |
| Seiten: | 603 |
| Dokumentenarten: | Buch |
| Level: | hoch |


