Strength training effects on pre-pubertal boys

(Auswirkungen von Krafttraining bei präpuberalen Jungen)

Elf Jungen im Alter von 9.52+/-0.55 Jahren beteiligten sich an einem Test zur Kraftentwicklung durch gezieltes Krafttraining. Dazu wurden zwei Gruppen gebildet. Die Experimentalgruppe (EG) bestand aus sechs Jungen, die über einen Zeitraum von zehn Wochen dreimal wöchentlich ein gymnastisches Krafttraining absolvierten, bei dem die Zahl der Serien von anfangs drei auf fünf am Ende der Testperiode erhöht wurde. Die Kontrollgruppe (CG), die dieses Training nicht absolvierte, bestand aus fünf Jungen. Alle Probanden wurden auf ihr Serumtestosteronniveau untersucht, das über 50 ng pro dl lag (also im Normalbereich). Vor und nach der Testperiode wurden Tests der maximalen isometrischen Willkürkraft (MIVF), der Muskelmasse und der EMG-Werte durchgeführt. MIVF wurde mit der Schulterpresse (SP), dem Armbeuger (AC) und der Tricepspresse (TP) ermittelt. Außerdem wurden gemessen: maximale Anzahl von Rumpfhebungen (PU) sowie eine modifizierte Form von Rumpfhebungen (MPU), die Wurfweite bei normalen Würfen mit einem Rollhockeyball (THW). Während der MIVF-Übungen wurden EMG-Signale aufgezeichnet. Während der AC-Übungen wurde eine Oberflächenelektrode an den biceps-Muskeln angebracht. Bei den SP- und TP-Übungen wurden Oberflächenelektroden am vastus medialis jedes triceps angebracht. Eine Bodenelektrode wurde am Ellbogen befestigt. Die THW-Ergebnisse erbrachten einen signifikanten Interaktionseffekt mit einem Zuwachs von 22 % für die EG-Gruppe (F(1,9)=7,814; p=0,021) und einen leichten Abfall bei der CG. Bei den PU-Übungen gab es Hinweise auf signifikante Haupteffekte (F(1,9)=15,537;p=0,003) und einen signifikanten Interaktionseffekt (F(1,9)=16,61;p=0,003) mit einem Zuwachs von 150 % bei EG und keiner Veränderung bei CG. Bei den MPU-Übungen ergab sich ein signifikanter Haupteffekt (F(1,)=8,006;p=0,019) und ein signifikanter Interaktionseffekt (F(1,9)=17,667;P=0,002) mit einem Zuwachs von 120,9 % bei EG und einem leichten Abfall bei CG. Bei folgenden Parametern wurden keine signifikanten Veränderungen bei den drei Tests festgestellt: MIVF, iEMG, aEMG und Muskelmasse. Insgesamt wurde ein Zuwachs bei der Widerstandskraft festgestellt, der nicht mit einem Zuwachs der Muskelmasse verbunden war. Bei der isometrischen Kraft wurde kein Zuwachs festgestellt. Die dem Kraftzuwachs zugrunde liegenden Faktoren scheinen neuromuskulärer Art zu sein.
© Copyright 2001 Book of abstracts of the 6th annual congress of the European College of Sport Science, 15th congress of the German Society of Sport Science. Cologne, 24-28 July 2001. Veröffentlicht von Sport und Buch Strauß. Alle Rechte vorbehalten.

Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Nachwuchssport
Veröffentlicht in:Book of abstracts of the 6th annual congress of the European College of Sport Science, 15th congress of the German Society of Sport Science. Cologne, 24-28 July 2001
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: Köln Sport und Buch Strauß 2001
Seiten:1037
Dokumentenarten:Kongressband, Tagungsbericht
Level:hoch mittel