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Acute and long-term power responses to power training: Observations on the training of an elite power athlete

(Akute und Langzeit-Schnellkraftreaktion auf Krafttraining: Beobachtungen zum Training eines Spitzensportlers in einer Schnellkraftsportart)

Generell unterliegen Als Proband für diese Untersuchung wurde ein Wasserspringer (Alter 26 Jahre, 74-77 kg, 178 cm) gewonnen, der an zwei Olympischen Spielen teilgenommen hat. Im Verlauf mehrerer Trainingsjahre zeichnete dieser Sportler seine Trainingsbelastung (Umfang, Intensität, Übungen) sowie seine Testergebnisse mit einem plyometrischen Testsystem (eine modifizierte Krafttrainingsmaschine von Smith) auf. Damit konnte die durchschnittliche mechanische Leistungsabgabe für den konzentrischen Teil von tiefen Kniebeugen mit einer Hantel als Last berechnet werden. So ergaben sich u.a. folgende Testergebnisse für den Probanden: bei der Trainingsübungen 5-Wiederholungen Kniebeuge und Bankdrücken verbesserte er sich von 80 kg bzw. 60 kg Ende 1993 auf 120 kg bzw. 85 kg Mitte 1995. Ein höheres Niveau der Maximalkraft Smax hat es dem Probanden ermöglicht, Schnellkrafttraining mit deutlich schwereren Lasten zu absolvieren, was im Ergebnis zu einem Anstieg der maximalen mechanischen Kraftabgabe Pmax im Verlauf mehrerer Trainingsjahre führte. Der größte Teil der Verbesserungen im Schnellkraftbereich konnte der Einführung eines methodisch geführten Kraft-Schnellkraftrainings zugeordnet werden. Dabei wurde der Schwerpunkt auf Kniebeugen mit hohen Lasten und Sprünge aus der Kniebeuge gelegt. Insgesamt wurde eingeschätzt, dass durch die akuten und langfristigen Veränderungen von Trainingsfaktoren wie der Auswahl der Trainingsübungen, dem Trainingsumfang und der Belastungsintentsität zielgerichtet Veränderungen bei der Leistungsabgabe erreicht werden konnten. Diese ist allgemein dann am höchsten, wenn die Belastungsintensität am höchsten und die Trainingsumfänge am niedrigsten sind. Spezifische Variationen der Belastung können signifiknate akute Auswirkungen auf die Leistungsabgabe haben. So kann der Einsatz alternierender Belastungen, die sich ausserodentlich stark von einander unterscheiden, eine effektive Methode im Schnellkrafttraining sein. Generell führen Veränderungen bei Smax und Pmax auch zu Veränderungen anderer Messwerte, wie zum Beispiel der Leistung bei vertikalen Sprüngen. Es scheint auch so zu sein, dass ein sich abschwächender Transfer der durch das Training induzierten Verbesserungen vom Kraftteil hin zum Schnelligkeitsteil des Belastungs-Leistungs-Spektrum passiert.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Kraft-Schnellkraft-Sportarten
Veröffentlicht in:Strength and Conditioning Journal
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 2001
Ausgabe:Colorado Springs 23(2001)1, S. 47-56, 3 Abb., 4 Tab., 23 Lit.
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch mittel