Speed for sports performers
(Schnelligkeit für Sportler)
Unter trainingsmethodischer Betrachtung sind folgende Faktoren für die Beschreibung des Begriffs "Schnelligkeit" bedeutsam:
- Kraft
- Geschwindigkeit der Kraftentwicklung
- Energiebereitstellung pro Zeiteinheit
- Technik
- Situationserkennung und adäquate Reaktion darauf
- Drehgeschwindigkeit
- Körperbewußtsein
- Beweglichkeit, Gleichgewicht und Koordination.
Zwischen all diesen Faktoren existieren Wechselbeziehungen, und einzig ihre sehr gute Kombination führt zur gewünschten Schnelligkeit.
Der Trainer muß als erstes die individuellen Grenzen erkennen, die es für seinen Sportler gibt. Dazu ist der Einsatz aussagefähiger Tests erforderlich.
Im Kraftbereich kann sicherlich der 40-m-Lauftest eingesetzt werden, wobei beachtet werden muß, daß dieser über die Beschleunigung auf den ersten Metern nicht viel oder gar nichts aussagt. Die Ergebnisse sind sofort mit den Beobachtungen des Trainers hinsichtlich der sportlichen Technik seines Athleten zu kombinieren, um eventuelle Schwachpunkte zu erkennen. Ähnlich verhält es sich bei der Messung der Kraft der ischiokruralen und der quadriceps Muskulatur. Oftmals erhält man bei solchen Tests keine Werte, die denen in Wettkampfsituationen entsprechen. Im Wettkampf liegen die Werte oftmals höher. Gleichzeitig ist zu beachten, daß bei unterschiedlichen Gelenkwinkelgeschwindigkeiten die Kraftentwicklung unterschiedlich verläuft.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang ebenfalls, vorhande muskuläre Dysbalancen zu erkennen und im Training konsequent zu bearbeiten.
Wenn man die Geschwindigkeit der Kraftentwicklung trainieren und verändern möchte, muß man die motorischen Einheiten der Muskeln ansprechen. Typisch dafür sind Lasten von 90%, die mit nicht mehr als fünf Wiederholungen bewegt werden. Die Erholungspausen sollten nicht länger als fünf Minuten dauern. Dabei ist die explosive Bewegungsausführung entscheidend, was allerdings aufgrund der hohen Last für den Sportler problematisch ist. Dem Sportler muß es gelingen, eigentlich alle motorischen Einheiten der aktivierten Muskeln in seine Bewegungsausführung einzubeziehen.
Training des Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus (SSC) sollte sich auf die Aktion unmittelbar nach der Landung konzentrieren. Der unmittelbare Absprung ist hier entscheidend, der mit hoher Geschwindigkeit und Dynamik ausgeführt werden muß.
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| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Kraft-Schnellkraft-Sportarten |
| Veröffentlicht in: | FHS : faster higher stronger |
| Sprache: | Englisch |
| Veröffentlicht: |
1999
|
| Ausgabe: | Leeds (1999)3, S. 10 - 13, 8 Lit.; (1999)4, S. 22 - 25, 3 Lit. |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch mittel |


