Aerobic and anaerobic work capacities and leg muscle characteristics in elite orienteers

(Aerobe und anaerobe Leistungsfähigkeit und Beinmuskelcharakteristika von Spitzenathleten im Orientierungslauf)

Bei fünf männlichen und sieben weiblichen Mitglieder der schwedischen Nationalmannschaft im Orientierungslauf (NT) und einer aus acht männlichen und zehn weiblichen Probanden bestehenden Kontrollgruppe (RG) von Nachwuchssportlern im Orientierungslauf wurden während der Wettkampfsaison die aerobe und anaerobe Leistungsfähigkeit, die Beinmuskelstruktur und die Stoffwechselcharakteristika des m. vastus lateralis (NT), des m. rectus femoris (RG) und der mm. gastrocnemii (NT und RG) analysiert. Alle befanden sich in einem guten Trainingszustand. Der Wert der maximalen Sauerstoffaufnahme lag bei 78.4 ml/kg/Min für die Männer der NT-Gruppe (von 75 bis 81) und bei 67.8 ml/kg/Min für die Frauen von NT (von 62 - 71). Damit lagen beide Gruppen signifikant über den Werten für RG (P<0.001). Der Wert für das Maximum des serumlaktats lag bei 13.3 mmol/l für die Männer von NT (von 10 bis 17) und bei 11.7 mmol/l für die NT Frauen (von 8.4 bis 14), was keinen Unterschied zur RG Gruppe darstellte. Zwischen der maximalen Sauerstoffaufnahme und dem maximum des Serumlaktats wurde keine signifikante Korreltaion festgestellt. Nur bei den NT Frauen wurde eine signifikante Beziehung zwischen der maximalen Sauerstoffaufnahme und der Laufökonomie festgestellt (P<0.01). Muskelbiopsien ergaben eine hohen Gehalt von Typ I - Fasern im m. vastus lateralis wie auch im m gastrocnemius mediale. Im Vergleich mit dem m. rectus femoris (RG) hatte der m. vastus lateralis (NT) einen höheren Anteil an Typ I-Fasern, an Kapillaren pro Faser wie auch an CS, HAD und LDH1-2 Enzymen (P<0.01.<0.001). Der m. rectus femoris hatte eine stärker anaerobes Profil. Die NT Männer und Frauen verfügten über ein höheres Stoffwechselpotential im m. gastrocnemius mediale als RG (P<0.001). Die Ergebnisse belegen die Notwendigkeit einer hohen aeroben und anaeroben Leistungsfähigkeit für die Erbringung internationaler Spitzenleistungen im Orientierungslauf. Diese Labordaten müssen aber durch den Vergleich mit den individuellen sportlichen Leistungen im Wettkampf weiter untersucht werdem.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin Ausdauersportarten
Veröffentlicht in:Scandinavian Journal of Medicine & Science in Sports
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 1997
Ausgabe:Kopenhagen 7(1997)1, S. 20 - 24, 5 Tab., 19 Lit.
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch mittel