2009

Functional Training - Das Erfolgsprogramm der Spitzensportler

Der Kern jeden funktionellen Trainings, das seine Wurzeln in Erkenntnissen und Erfahrungen der Physiotherapie und der Trainingswissenschaft sieht, besteht darin, die Muskel(gruppe)n gezielt zu trainieren, die für die sportliche Leistung besondere Bedeutung haben. Es geht also nicht um den reinen Zuwachs zum Beispiel an Maximalkraft, sondern es geht darum, die "richtigen" Muskeln so zu trainieren, dass sie bei sportlichen Aktivitäten ein Höchstmaß an Leistung erzeugen können. Die "antrainierte" Kraft soll also funktional zur Wirkung gebracht werden. Ein bestimmter maximaler Wert einer Komponente oder ein Zuwachs an Muskelmasse mag mit diesem Training verbunden sein, er steht aber nicht im Zentrum des Trainings. Funktionelles Training ist in vielen Fällen nicht sportartspezifisch, sondern orientiert sich an Bewegungsähnlichkeiten verschiedener Sportarten. Nur wenn keine "Gemeinsamkeiten" zu erkennen sind, erhält die Sportartspezifik ein deutlich höheres Gewicht. Funktionelles Training orientiert auch nicht auf das Training an Kraftgeräten wie sie in vielen Fitness- und Sportstudios zu finden sind, da durch die "Führung" an den Geräten ein wesentlicher Aspekt, die muskuläre Stabilisierung während des sportlichen Bewegungsablaufs durch die Sportler selbst wesentlich eingeschränkt und mehr von der Maschine übernommen wird - und das ist nicht funktionell mit Blick auf den Sport. Funktionelles Training erfolgt aber im Wesentlichen mit Übungen, bei denen beide Beine auf dem Boden stehen, der Sportler mit seinem eigenen Körpergewicht trainiert, seinen Körper unter unterschiedlichen Bedingungen und oftmals in instabilen Lagen kontrolliert oder die Kontrolle so schnell wie möglich wiedererlangt. Dazu werden Kniebeugen und Ausfallschritte der unteren Extremitäten, Zieh- und Stoßbewegungen der oberen Extremitäten in unterschiedlichster Ausführung genutzt. Funktionelles Training präferiert Übungen mit komplexen Bewegungsabläufen und unter Einbeziehung mehrerer Gelenke und Muskelgruppen, da dies den sportlichen Bewegungen in Training und Wettkampf weit mehr entspricht. Diesem Grundansatz folgt dieses Buch, in dem inhaltlich verschiedene Themen aufgegriffen werden: - lineares und laterales Aufwärmen - Kraft- und Gleichgewichtsübungen für den Unterkörper - Übungen für die Gesäß- und die hintere Oberschenkelmuskulatur - Rumpfkraft- und Rotationstraining - ausgewogenes Training von Oberkörperkraft und -stabilität - plyometrisches Training für Schnellkraft und Verletzungsprävention - Gewichthebeübungen für Explosiv- und Schnellkraft. Gerade in diesen Praxiskapiteln liegt eine der wesentlichen Stärken des Buchs, bieten sie doch einen großen Übungsvorrat, der von Übungsleitern, Trainern, Physio- und Sporttherapeuten für unterschiedliche Anwendungsfälle verwendet werden kann. Alle Übungen sind sehr detailliert beschrieben, einzelne Photos unterstreichen Eckpunkte der Bewegung in deren Ausführung. Das Buch endet mit Beispieltrainingsprogrammen zum Beispiel für - ein Programm zur Konditionierung in Intervallsportarten (wie Hockey, Eishockey, Fußball), - ein Programm Leistungssteigerung für alle Sportarten außer Baseball, Schwimmen und Tennis, - ein 3-Tages-Programm zur Leistungssteigerung für die Explosivkraft/Gewichtheben, - ein 3-Tages-Programm zur Leistungssteigerung im Krafttraining - ein 4-Tages-Programm zur Leistungssteigerung für die Explosivkraft/Gewichtheben sowie - ein 4-Tages-Programm zur Leistungssteigerung im Krafttraining.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Trainingswissenschaft
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: München riva Verlag 2010
Seiten:223
Dokumentenarten:Buch
Level:mittel