Schnelligkeit
Wer aktuell die Entwicklung des Wettkampfkalenders in nicht wenigen Sportarten aufmerksam verfolgt wird feststellen, dass die Zahl der Disziplinen, in denen die eine oder andere Form der Schnelligkeit zu den entscheidenden Leistungsfaktoren zählt, zunimmt. Kurzstreckenentscheidungen im Schwimmen oder Kanurennsport gehören schon zur Selbstverständlichkeit, aber auch im Skilanglauf oder im Eisschnelllauf wird die Schnelligkeit ein Faktor, der in vielen Disziplinen von sehr großer Bedeutung ist. Hinzu kommen natürlich eine Vielzahl von Sportarten aus den verschiedensten Gruppen, von der Leichtathletik über die Spielsportarten, die Kampfsportarten oder auch technisch-kompositorische Sportarten, in denen die Schnelligkeit in Form von Tempo oder Beschleunigung bedeutsam sind. Die Schnelligkeitsleistung wiederum wird von verschiedenste Gesetze der Physik, Biologie, Biochemie oder Biomechanik bestimmt, wobei es nicht immer um ein Maximum an Schnelligkeit geht, sondern in nicht wenigen Fällen um ein Optimum, um eine bestimmte Bewegung bzw. Übung ausführen zu können. Dazu muss der sportlich Aktive bestimmte Leistungsvoraussetzungen erreichen, die wiederum im Kontext sportartspezifischer Regeln und Vorschriften im Wettkampf einzusetzen sind. Letztlich ist auch zu beachten, dass die Beziehung zwischen Handlungsschnelligkeit und Handlungsgenauigkeit nicht aus dem notwendigen Gleichgewicht gerät und der einzelne Aktive nicht unabhängig von anderen, im gleichen sportlichen Wettkampf befindlichen Sportlerinnen und Sportlern, seine Schnelligkeit einsetzen kann.
Insgesamt zeigt sich ein sehr komplexes Bild der Schnelligkeit im Zusammenhang mit sportlichen Aktivitäten. Insofern ist die Aufarbeitung dieses Themas durch M. Thomas, D. Lühnenschloß und B. Dierks sehr willkommen und notwendig. Sehr anzuerkennen ist auch die umfassende Betrachtung des Phänomens Schnelligkeit, die von theoretischen Konzepten bis zur praktischen Umsetzung in Training und Wettkampf reicht, Insgesamt bietet das Buch Lesestoff zu folgenden Teilbereichen
- Kraft, Takt, Tempo, Beschleunigung - zur Geschichte der Schnelligkeit im Sport,
- Schnelligkeit und Bewegungen - ein Phänomen der körperlichen Leistungsfähigkeit (u. a. mit Schnelligkeit der Nervenleitprozesse, Kontraktionsgeschwindigkeit der Muskeln und Schnelligkeitstraining im Kindes- und Jugendalter),
- Ziele, Mittel (Inhalte) und Methoden des Schnelligkeitstrainings,
- Schnelligkeitstraining in der Sportpraxis (mit der Behandlung des Training der elementaren, der komplexen und der Handlungsschnelligkeit),
- Übungssammlung für die Schulung der Schnelligkeit (u. a. mit Reaktionsübungen, Übungen zur Verbesserung der Frequenzschnelligkeit oder der maximalen Schnelligkeit).
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| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Trainingswissenschaft |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
Schorndorf
Hofmann Verlag
2005
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| Schriftenreihe: | Praxisideen. Schriftenreihe für Bewegung, Spiel und Sport, 16 |
| Seiten: | 160 |
| Dokumentenarten: | Buch |
| Level: | hoch |


