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Expertise im Volleyball: Wie unterscheiden sich die mentalen Modelle von Volleyball-Mittelblockerinnen in Abhängigkeit ihres Expertiseniveaus?

Einleitung Um einen gegnerischen Angriff erfolgreich zu verhindern, müssen Volleyball-Mittelblocker:innen die Handlungen von fünf oder sechs gegnerischen Spieler:innen beobachten (Papageorgiou & Spitzley, 2000) und diese frühzeitig antizipieren (Laffer et al., 2019), um ausreichend Zeit für das Stellen des Blocks zu haben. Frühere Studien haben gezeigt, dass sich Expert:innen in ihrer Antizipationsfähigkeit von Noviz:innen unterscheiden (Abernethy, 1988 in Wright et al., 1990). Um die Handlungen des Gegners zu antizipieren, nutzen Spieler:innen mentale Simulation, für die mentale Modelle die Grundlage bilden. In der vorliegenden Studie wurde untersucht, wie sich die mentalen Modelle von Volleyball-Mittelblockerinnen in Abhängigkeit ihres Expertiseniveaus unterscheidet. Methode Insgesamt wurden acht Mittelblockerinnen rekrutiert - 1 Mastersportlerin, 2 Profisportlerinnen, 5 Nachwuchssportlerinnen. Das mentale Model jeder Spielerin wurde mittels der Frage erhoben, anhand welcher Faktoren die Spielerinnen entscheiden, welcher Angreifer zu blocken ist. Basierend auf der jeweiligen Antwort jeder Mittelblockerin wurde eine Concept Map zur Visualisierung des mentalen Models erstellt. Um die Concept Maps besser vergleichen zu können, wurde zudem eine kumulierte Map erstellt, in der alle Concept Maps enthalten sind. Ergebnisse Insgesamt zeigte sich, dass die Concept Map der Master doppelt so viele Konzepte und Verbindungen wie alle anderen Concept Maps enthielt (Master: 128 Konzepte, 170 Verbindungen; M (Profi): 61 Konzepte, 66,5 Verbindungen; M (Nachwuchs): 57,8 Konzepte, 63,9 Verbindungen). Die Konzepte der Master enthielten zudem eher integrierte Informationen, wohingegen die Konzepte der Nachwuchssportlerinnen eher einzelne, direkt beobachtbare Informationen darstellten. Bei der Ableitung von Entscheidungen oder Handlungen aus den Beobachtungen, schien die Master mehrere Informationsquellen zu berücksichtigen und zu integrieren, während die Nachwuchssportlerinnen eher auf Grundlage einzelner Beobachtungen zu entscheiden schienen. Diskussion Es wird diskutiert in welcher Weise die gefundenen Unterschiede die Anpassung der einzelnen Mittelblockerinnen an die Anforderungen ihrer Aufgabe widerspiegeln. Zur Erklärung der Unterschiede werden das Modell der Enkapsulierung von Wissen und das Chunking (Miller, 1956) diskutiert.
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Bibliographische Detailangaben
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Notationen:Spielsportarten Nachwuchssport
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Veröffentlicht in:13. DVS-Sportspiel-Symposium - "Ludo, ergo sum - Vom Kinderspiel bis zum Leistungssport"
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Augsburg Universität Augsburg 2024
Online-Zugang:https://assets.uni-augsburg.de/media/filer_public/73/02/7302604c-76c2-4f50-9711-05b92298faa5/abstractband_zum_13_dvs-sportspielsymposium_2024_in_augsburg.pdf
Seiten:94-95
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch