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Es gab immer neue Finanzlöcher zu stopfen

Vor der Wende hatte ich, wie viele in den sportlichen Führungsetagen, keine oder nur wenig Kenntnisse über Kienbaum (Trainingszentrum mit einer Unterdruckkammer), Grünau/ Köpenick (FES) und Leipzig (FKS) und worauf sich der DDR-Leistungssport sonst stützte. Zwar war manches im Laufe der Zeit durchgesickert, aber wie hochwissenschaftlich der Aufbau des DDR-Leistungssports begleitet war, hat uns dann doch überrascht. Als Vorsitzender des Deutschen Ruderverbandes hatte ich zwar bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften die erfolgreichen Mannschaften der DDR und ihre Führungen erlebt. Engere Kontakte oder gar einen Austausch über Fragen des Leistungssports oder Einzelheiten dazu gab es nicht. Ich hatte sehr früh, schon im November 1988, den Kontakt mit der Leitung des Deutschen Rudersportverbandes aufgenommen, um auszuloten, welche Chancen für eine Zusammenarbeit im sich anbahnenden Vorfeld einer Wende bestünden. Auch dabei "lernte" ich nochmals, in welchem Ausmaß der Hochleistungssport der DDR mit staatlicher Unterstützung und Förderung arbeiten konnte...
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Leitung und Organisation Trainingswissenschaft Sportgeschichte und Sportpolitik Nachwuchssport
Veröffentlicht in:20 Jahre IAT Festschrift 1992-2012
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Leipzig IAT 2012
Online-Zugang:https://open-archive.sport-iat.de/sponet/Festschrift_Lotz.pdf
Seiten:148-149
Dokumentenarten:Artikel
Level:mittel