Olympische Spiele 2020. Zur Entwicklung der nationalen Spitzensportkonzepte Großbritanniens, Australiens, Frankreichs und Neuseelands im Olympiazyklus 2016-2020/21
Für das aktuelle Heft wurde die Entwicklung nationaler Leistungssportkonzepte und -systeme in Großbritannien, Australien, Frankreich und Neuseeland im Zeitraum 2016-2021 analysiert. Das ist eine Novität, umfassten bisherige Analysen immer den Vierjahreszeitraum eines Olympiazyklus. Die betrachteten Länder gehören zu den Hauptkonkurrenten Deutschlands um einen Platz unter den führenden Sportnationen weltweit. Alle erreichten Spitzenplätze in der inoffiziellen Medaillenwertung von Tokio 2020: Platz 4 (Großbritannien), Platz 6 (Australien, Platz 8 (Frankreich) und Platz 13 (Neuseeland). Außerdem sind zwei der analysierten Länder Gastgeber kommender Olympischen Spiele (Frankreich mit Paris 2024 und Australien mit Brisbane 2032).
Wie immer richtete sich der inhaltliche Fokus der Analysen auf die Verbesserung des Verständnisses für das jeweilige nationale Leistungssportsystem, auf langfristige Strategien sowie mittel- bzw. kurzfristige Maßnahmen und auf deren Auswirkungen sowohl auf das gesamte Fördersystem als auch auf Teilbereiche oder einzelne Sportarten. Es wurde der Frage nachgegangen, welche nationalen Lösungen in den zurückliegenden fünf Jahren angestrebt und auch tatsächlich umgesetzt wurden, und welche kurzfristigen nationalen Auswirkungen oder auch längerfristigen Konsequenzen sich aus der Coronapandemie ergeben haben. Dabei umfassten die Analysen sowohl den Nachwuchsleistungssport als auch den Hochleistungssport. Die Betrachtung bezog sowohl Entwicklungen auf politischer und sportpolitischer Ebene ein als auch die in den nationalen Sportorganisationen, einschließlich deren Beziehungen zu wissenschaftlichen Einrichtungen und Wirtschaftsunternehmen. Dieser komplexe Untersuchungsansatz hat sich gerade im letzten Jahrzehnt als notwendig und richtig erwiesen, um die vielfältigen und zunehmenden gesellschaftlichen Verflechtungen des Leistungssports entsprechend abbilden zu können.
Die Untersuchung der vier Leistungssportsysteme war als langfristige Dokumentenanalyse angelegt. Dank moderner Informationstechnologien, und hier primär dem Internet, konnte eine Vielzahl von sehr informativen Materialien ermittelt und genutzt werden, um sportpolitische und sportfachliche Entwicklungen sowie organisatorischstrukturelle, finanzielle und personelle Veränderungen in den vier Leistungssportfördersystemen darzustellen.
Ergänzt wurden die Analyseergebnisse durch Erkenntnisse, die durch die Organisation von zwei post-olympischen Workshops (2017 im finnischen Kuortane und 2019 in der Hauptstadt Norwegens, in Oslo) gewonnen werden konnten, an denen führende Leistungssportverantwortliche aus 14 Ländern teilnahmen.
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| Notationen: | Sportgeschichte und Sportpolitik Theorie und gesellschaftliche Grundlagen Leitung und Organisation Ausbildung und Forschung Nachwuchssport |
| Tagging: | Länderanalyse |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
Leipzig
IAT
2021
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| Online-Zugang: | https://open-archive.sport-iat.de/sponet/Olympiaanalyse_2020.pdf |
| Seiten: | 306 |
| Dokumentenarten: | Buch |
| Level: | hoch |