Prävention von Sportverletzungen im Kindes- und Jugendalter
Sport im Kindes- und Jugendalter bedeutet neben vielen positiven Auswirkungen auf physischer, psychischer und sozialer Ebene auch negative Folgen wie Sportverletzungen. Es zeigt sich dabei eine deutliche Zunahme an akuten und Überlastungsschäden mit zum Teil gravierenden Langzeitauswirkungen auf das spätere Leben. Um das Verletzungsrisiko zu minimieren, sind verschiedene Präventionsmaßnahmen wie spezielle Übungsprogramme, eine altersgerechte Trainings- und Wettkampfbelastung, Schutzausrüstungen, sportmedizinische Vorsorgeuntersuchungen und Wettkampfbetreuung sowie Regeländerungen eingeführt worden. Die Mehrzahl davon zeigt positive Ergebnisse mit Reduzierung der Verletzungszahlen von 30 bis 80%.
Es bestehen jedoch noch Schwierigkeiten insbesondere bei der Implementierung der Präventionsübungen, die zukünftig unter Zusammenarbeit von allen im Sport betreuenden Strukturen auf Vereins-, Verbands- und Schulsportebene sowie in der Sport- und Gesundheitspolitik erfolgen müssen. Wichtig ist dabei, dass alle betreuenden Personen von dem erwiesenen Nutzen der frühen Anwendung von Präventionsübungen auf die Gesundheit und Leistungsfähigkeit im Kinder- und Jugendsport überzeugt werden und die sportmedizinische Wissenschaft ihre Schwerpunkte noch ausführlicher auf die Evidenz zur Prävention legt.
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| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Biowissenschaften und Sportmedizin Nachwuchssport |
| Veröffentlicht in: | Sport-Orthopädie - Sport-Traumatologie |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
2021
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| Online-Zugang: | https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0949328X21000065 |
| Jahrgang: | 37 |
| Heft: | 1 |
| Seiten: | 10-17 |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch |