Frühe Spezialisierung im Sport: Risiko für Überlastungsschäden, Verletzungen und Burnout?
In einigen Sportarten, in denen das Leistungsmaximum während oder kurz nach der Pubertät erreicht wird, ist eine frühe Sportspezialisierung sicher notwendig, wenn maximale sportliche Ziele erreicht werden sollen. In Anbetracht der psychischen und physischen Risiken (Verletzungen und Überlastungschäden) einer frühen Sportspezialisierung wird dieses Thema jedoch zunehmend kritisch gesehen. Zudem liegen Hinweise vor, dass das Konzept einer frühen Spezialisierung nicht in allen Sportarten Voraussetzung für einen langfristigen Erfolg ist. Lässt sich eine frühe Spezialisierung nicht vermeiden (z.B. beim Turnen), so sollte ein enges Monitoring für psychische Probleme erfolgen und es sollte auf Zeitbegrenzungen für Training und Wettkampf sowie auf Ausgleichssportarten und/oder neuromuskuläres Training (Präventionsprogramme, z.B. Stop-x) geachtet werden. Weitere wissenschaftliche Studien sind sicher notwendig, um dieses Thema weiter zu beleuchten.
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| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Nachwuchssport Sozial- und Geisteswissenschaften Biowissenschaften und Sportmedizin |
| Tagging: | Burnout |
| Veröffentlicht in: | Sport-Orthopädie - Sport-Traumatologie |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
2020
|
| Online-Zugang: | https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0949328X20300508 |
| Jahrgang: | 36 |
| Heft: | 2 |
| Seiten: | 115-122 |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch |