Die Spitze im Blick: Tagungsband zum gleichnamigen Nachwuchsleistungssport-Symposium vom 8.-10. Mai 2017 in Leipzig
Talente erkennen, Talente fördern, Talente in die Weltspitze führen: Drei Tage lang - vom 8. bis 10. Mai in Leipzig - tauschten sich mehr als 350 Nachwuchsleistungssport-Experten aus ganz Deutschland über Talentauswahl und Trainierbarkeit aus. Professor Dr. Martin Engelhardt, Vorsitzender des Vereins IAT/FES, erinnerte in seinem Eröffnungsvortrag an die 25-jährige Geschichte, in der sich das IAT mit praxisorientierten, wissenschaftlich fundierten Lösungen im gesamtdeutschen Sport etabliert hat. Die Frage der Talentgewinnung und -förderung sei seit vielen Jahren zu einer Art Markenzeichen des IAT herangereift, sagte Franz Schnauhuber vom Bundesinnenministerium (BMI). Er betonte, Talentfindung sollte nicht nur dem Zufall überlassen sein: "Ziel sollte sein, die Talentsichtung und Talententwicklung konzeptionell aufzustellen." Dr. Petra Tzschoppe, Vorstandsmitglied im Deutschen Olympischen Sportbund, wies darauf hin, dass die Anforderungen an die Verbände und Trainer im Nachwuchleistungssport keinesfalls kleiner als im Spitzenbereich seien. Im Einführungsreferat zog Olav Spahl vom DOSB eine Halbzeitbilanz des Nachwuchsleistungssportkonzepts 2020. Die Frage wie ein Athlet den Sprung in den Elitebereich schafft erörterten der ehemalige Hockeyspieler und -trainer und jetzige Sportdirektor des Hamburger SV Bernhard Peters sowie der Hockey-Damen-Bundestrainer Jamilon Mülders. Einen Blick über den Tellerrand gewährte die Tanzpädagogin Maud Butter der Palucca-Hochschule für Tanz Dresden. Dr. Ralf Doyscher von der Charite informierte über funktionelle Tests zur Beurteilung des Verletzungsrisikos im Nachwuchsleistungssport. Thomas Albeck gab einen Einblick in die Talentauswahl bei RB Leipzig. Das Nachwuchs-Leistungszentrum gilt derzeit als das beste in Deutschland. In fünf Impulsvorträgen wurden Ergebnisse aus den Projekten Skispitze und DELTA zur Berücksichtigung von Psyche, Anthropometrie, Technik und allgemeiner Athletik in Auswahlprozessen vorgestellt. Claudia Adermann demonstrierte am Beispiel des Modernen Fünfkampfs, wie sie tagtäglich am Stützpunkt in Potsdam mit der Datenbank zur individuellen Entwicklungsdokumentation (Leistungs-, Trainings- und Wettkampfdaten) arbeitet. Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Technik und Taktik: Wann sollte was und wie trainiert werden? In Impulsvorträgen gaben Prof. Dr. Urs Granacher von der Universität Potsdam, Thomas Dreißigacker vom Deutschen Leichtathletik-Verband und die IAT-Wissenschaftler Dr. Uwe Wenzel, Dr. Karin Knoll, Ingo Sandau und Dr. Francisko Vizcaya einen kurzen Überblick. Neben wissenschaftlichen Informationen aus zahlreichen Referaten wurden den Teilnehmer des Nachwuchsleistungssport-Symposiums auch ganz persönliche Einblicke in die Welt des Leistungssports geboten. Im Rahmen der "Nähkästchen" schilderten erfolgreiche Sportler und Trainer ihre ganz individuellen Wege an die Spitze - zuerst in parallel laufenden Einzelveranstaltungen und anschließend in einer sportartübergreifenden Podiumsdiskussion.
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| Notationen: | Trainingswissenschaft Ausdauersportarten Kampfsportarten Kraft-Schnellkraft-Sportarten Nachwuchssport Spielsportarten technische Sportarten Biowissenschaften und Sportmedizin Organisationen und Veranstaltungen |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
Aachen
Meyer & Meyer
2018
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| Schriftenreihe: | Schriftenreihe für Angewandte Trainingswissenschaft, 10 |
| Online-Zugang: | https://open-archive.sport-iat.de/sponet/SR_10_NWLS2017_gesamt.pdf https://www.dersportverlag.de/die_spitze_im_blick_-11-137565/ |
| Seiten: | 266 |
| Dokumentenarten: | Buch |
| Level: | hoch |