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Angewandte Trainingswissenschaft am Institut für Angewandte Trainingswissenschaft (IAT): gestern - heute - morgen

Das Arbeits- und Wissenschaftsprofil des IAT wird durch den direkten Bezug zu Sportlerinnen und Sportlern sowie Trainerinnen und Trainern der Spitzenverbände, zu den sportpolitischen Aufgaben und zum interdisziplinären Anspruch angewandter Trainingswissenschaft mit entsprechender Entwicklung der Forschungstechnologie bestimmt. Das Arbeits- und Wissenschaftsprofil kennzeichnet die dafür einzusetzenden Lösungen und Verfahren und bestimmt alle einzusetzenden Forschungsstrategien, Serviceleistungen und sonstigen Arbeitsabläufe. Als Ergebnis allgemeiner und institutsinterner Evaluierungen sowie praktischer Wirksamkeitsüberprüfungen der Arbeit des IAT kann festgehalten werden, dass das gegenwartige Arbeits- und Wissenschaftsprofil der Aufgabenvielfalt im deutschen Spitzensport und Nachwuchsleistungssport entspricht (Pfützner & Schaale, 2012). Das IAT weist folgende Kernkompetenzen auf: - Prozessbegleitende Trainings- und Wettkampfforschung und Technologieentwicklung im Spitzen- und Nachwuchssport zur Gewahrleistung der internationalen Chancengleichheit deutscher Sportlerinnen und Sportler. - Evaluierung des Trainings mithilfe der sportartspezifischen Leistungsdiagnostik, Wettkampf- und Trainingsanalyse sowie Ableitung von Trainingsempfehlungen einschlieslich Trainingsberatung. - Sportmedizinische Untersuchung von Sportlerinnen und Sportlern im Spitzen- und Nachwuchsbereich zur Sicherung der Gesundheit und Belastbarkeit. - Kontinuierliche Weltstandsanalysen, einerseits mit Kennzeichnung von Entwicklungstendenzen, Präzisierungen der Leistungsstrukturen und Anforderungsprofilen in den Sportarten und andererseits die Analyse von Leistungssportkonzepten und -systemen fuhrender Sportlander. - Schaffung von trainingswissenschaftlichem und technologischem Vorlauf in den Sportarten/Sportartengruppen durch interdisziplinare Bearbeitung sportartübergreifender Fragestellungen. - Informations- und Wissenstransfer in die Sportpraxis. Spitzenverbände trainingsmethodisch bei der Entwicklung sportlicher Höchstleistungen zu unterstützen, ist ein hoher Anspruch. Mit der Aufgabe, Empfehlungen für die Gestaltung eines hochgradig komplexen Prozesses, des Trainingsprozesses, hervorzubringen, steht die prozessbegleitende Trainings- und Wettkampfforschung vor dem Problem, dass zahlreiche Vorleistungen erforderlich sind, um dem Trainer letztlich eine sachgerechte Empfehlung zum Training geben zu können. Voraussetzung dafür ist eine kontinuierliche Weltstandsanalyse mit Kennzeichnung von internationalen Entwicklungstendenzen, Präzisierungen der Leistungsstrukturen und Anforderungsprofilen in der jeweiligen Sportart sowie ein an der Weltspitze orientiertes Trainingskonzept, das standardisierte Trainingsinhalte ohne Einschränkung, aber auch ohne Überbetonung der Individualität einschließt.
© Copyright 2016 Angewandte Trainingswissenschaft im Forschungs- und Serviceverbund Leistungssport: Tagungsband zum gleichnamigen Symposium. Veröffentlicht von Meyer & Meyer. Alle Rechte vorbehalten.

Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Sportgeschichte und Sportpolitik Trainingswissenschaft Theorie und gesellschaftliche Grundlagen Nachwuchssport
Tagging:IAT
Veröffentlicht in:Angewandte Trainingswissenschaft im Forschungs- und Serviceverbund Leistungssport: Tagungsband zum gleichnamigen Symposium
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Aachen Meyer & Meyer 2016
Schriftenreihe:Schriftenreihe für Angewandte Trainingswissenschaft, 1
Online-Zugang:https://open-archive.sport-iat.de/sponet/SR_2015_1_Pfuetzner_Angewandte.pdf
Seiten:25-51
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch