Ruderleistung und Rudertechnik der DRV Junioren im Achter von 2001 bis 2009. Abstract
Seit mehreren Jahren werden regelmäßig im Juni/Juli 2000-m-Messfahrten mit den leistungsstärksten Athleten eines Jahrganges in Vorbereitung auf die Juniorenweltmeisterschaften (JWM) durchgeführt. Anhand der Daten soll geprüft werden, welche mittelfristige Entwicklung die Ruderleistung und ausgewählte Merkmale der Rudertechnik im Riemenbereich der Junioren im Zeitraum von 2001-2009 vollzogen haben, um übergreifende Trends für den Kaderbereich aufzudecken.
Ausgewählt wurden die Messfahrten der Junioren im Achter (N = 106; Körperhöhe 1,93 ± 0,04 m; Körpermasse 86 ± 6,6 kg). Die Messungen erfolgten mit dem Mobilen Messsystem 2000 in Berlin Grünau (Böhmert & Mattes, 2003) sowie die Veränderung anthropometrischer Daten, der mechanischen Ruderleistung über 2000 m mit den Komponenten Zugkraft, Zuggeschwindigkeit und Zugweg sowie die rudertechnischen Merkmale der Schlagweite mit Vor- und Rücklagewinkel, Kraftprofilierung in Vorder-, Mittel- und Endzug, "Verluste" in der vorderen und hinteren Umkehrphasen. Als Außenkriterien wurden die JWM-Fahrtzeiten und die Platzierung der DRV-Achter bei den JWM verwendet Die Daten wurden einer einfaktoriellen Varianzanalyse mit dem Faktor Jahr und einer linearen Trendanalyse unterzogen.
Die Fahrtzeitentwicklung bei den Juniorenweltmeisterschaften im Achter reduzierte sich im Untersuchungszeitraum signifikant gleichzeitig verbesserte sich die Platzierung der DRV-Achtercrew. Wahrend sich Körperhöhe und -masse sowie die Schlagfrequenz im 2000 m-Testrennen über den Untersuchungszeitraum nicht systematisch veränderten, zeigte sich eine signifikante Steigerung der mittleren Innenhebelleistung pro Schlag (PIHZ). der mittleren Kraftabgabe im Durchzug (FIHD) und des wirksamen Arbeitsweges im Durchzug (slHD). Bei vergleichbarer Schlagweite (SW) reduzierten sich die Wnkelverluste in der vorderen Umkenr (WVU) und verlängerte sich der Ruderschlag im Endzug (Wx) jeweils signifikant. Hohe Zugkräfte im Durchzug korrelierten stark mit hohen Zugkräften im Vorderzug (FIHV), aber auch im Endzug (FIHE). Gleichzeitig korrespondierten im Mittel hohe FIHV mit geringen FIHE und umgekehrt.
Die positive Entwicklung der Außenkriterien (Fahrtzeit und Platzierung) stimmen gut mit der Steigerung der mittleren Innenhebeleistung pro Zyklus über die 2000 m überein, die wiederum durch höhere Zugkraft im Durchzug und längere effektive Arbeitswege bei vergleichbaren Schlagfrequenzen rudertechnisch unterlegt waren. Da sich die positive Leistungsentwicklung auf Querschnittsdaten stützt sind verschiedene Ursachen dafür anzunehmen. Der Trend kann auf eine verbesserte Rudertechnik und damit effektivere Umsetzung der konditionellen Leistungsvoraussetzung im Achter zurückgeführt werden, ohne allerdings eine klare Trennung zwischen stärker aktuell trainingsinduzierten Wirkungen oder Jahrgangseffekten vornehmen zu können.
© Copyright 2010 Rudersymposium 2010. Abstracts. Veröffentlicht von Technische Universität. Alle Rechte vorbehalten.
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| Notationen: | Ausdauersportarten Nachwuchssport |
| Veröffentlicht in: | Rudersymposium 2010. Abstracts |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
Dortmund
Technische Universität
2010
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| Online-Zugang: | http://www.hs.tu-dortmund.de/rudersymposium/abstracts/pdf-dateien/1-6-mattes-manzer-boehert-ruderleistung-und-rudertechnik-der-drv-junioren-achter-2001-bis-2009.pdf/view |
| Seiten: | 16 |
| Dokumentenarten: | Kongressband, Tagungsbericht |
| Level: | hoch |