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Vancouver 2010. Eine Olympiaanalyse der Ausdauersportarten unter besonderer Berücksichtigung des Zusammenhangs von Wettkampfleistung und Training

Die Ausdauersportarten leisteten einen herausragenden Beitrag zum erfolgreichen Abschneiden der deutschen Olympiamannschaft bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver. Die Weltstandsanalyse zeigt eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Spitzenleistungen und der Leistungsdichte in den einzelnen Sportarten. Ein genereller Verjüngungsprozess in den Ausdauersportarten stellt neue und höhere Anforderungen an den gesamten langfristigen Leistungsaufbau, einschließlich des Repräsentierens von Weltspitzenniveau bereits im Juniorenalter. Das Training spielt eine zentrale Rolle im Prozess der Leistungsentwicklung. Sportliche Höchstleistungen bedingen das Verfolgen von in Theorie und Praxis evaluierten Trainingskonzepten, die auf einem von der Struktur der Wettkampfleistung abgeleiteten Training basieren. Dabei können durchaus verschiedene, nationentypische Konzepte zu vergleichbaren Leistungen führen. Mit Blick auf die Wettkampfhöhepunkte im Olympiazyklus 2010-2014 liegen in der Weiterentwicklung und Verbesserung des Trainings in den Ausdauersportarten unter Nutzung aller Ressourcen des Deutschen Olympischen Sportbunds, der Spitzenverbände und des wissenschaftlichen Verbundsystems reale Möglichkeiten für künftige Erfolge. The endurance sports deliver an extraordinary contribution to the success of the German Olympic team in the 2010 Vancouver Olympic Winter Games. The analyses of the international development show a continuous improvement of top performances as well as an increasing number of nations and athletes who can compete for a medal in most events. In endurance sports the athletes are getting younger which represents a new and enhanced challenge for the whole process of the long-term performance build-up, including performances on the senior top level in the junior age-group already. Training is the central element in the process of performance development. International top performances require theoretical knowledge on and practical application of evaluated training concepts with the training content derived from the structure of competition performance. Differing concepts which are implemented in different countries can finally lead to comparable performances. Considering the Olympic cycle 2010-2014 the further development and improvement of training in endurance sport with the application of all resources of the German Olympic Sport Association, the national sports federations and the scientific network form the realistic basis for future success.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Trainingswissenschaft Ausdauersportarten
Veröffentlicht in:Zeitschrift für Angewandte Trainingswissenschaft
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2010
Online-Zugang:https://open-archive.sport-iat.de/sponet/ZATW_2010_01_16_37_Wick.pdf
Jahrgang:17
Heft:1
Seiten:16-37
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch