Abstracts und wissenschaftliches Programm des 3. Sportspiel-Symposiums der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs), 26. - 28. September 2002 in Bremen
Im Herbst 2002 veranstalten die Kommission Sportspiele der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs) und der Studiengang Sport der Universität Bremen das 3. Sportspiel-Symposium der dvs.
Wie schon bei den vorangegangenen Symposien, Jena 1998 und Gießen 2000, wurde auch für diese Veranstaltung ein möglichst weit tragender thematischer Spannungsbogen angestrebt. Dieser ergibt sich per se aus der Praxis der Sportspiele, die durch eine Fülle unterschiedlicher didaktischer und methodischer Konzepte für Lernen, Trainieren und Wettkampfgestaltung geprägt ist. In den Unterschieden werden Besonderheiten der jeweiligen Sportspiele und in verschiedenen Praxisbereichen (Schule, Freizeit- bzw. Leistungssport) spezifische Ziele und Bedingungen zum Ausdruck gebracht. In sportwissenschaftlicher Hinsicht zeichnen sich aus sich selbst verständliche didaktische und methodische Konzepte jedoch durch Mängel an expliziten Begründungen anüberwiegend fehlenden Qualitätsnachweisen aus. Dies wird an aktuellen Fragestellungen u. a. zum Verhältnis von Schul-, Freizeit- und Leistungssport in den Sportspielen, zum Verhältnis von spielspezifischem bzw. spielübergreifendem, von explizitem und implizitem Lernen, zum Verhältnis von Technik und Taktik usw. deutlich.
Das 3. Sportspiel-Symposium soll Perspektiven zur Überwindung von Kontroversen entfalten:
• Unter dem Thema "Begründungsdiskurs" sollen Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Hinblick auf Ziele, Inhalte und Methoden sowohl in den einzelnen Spielen als auch in den jeweiligen Anwendungsbereichen (Schule, Freizeit, Leistungssport) heraus gearbeitet werden.
• Unter dem Thema "Evaluation" sollen Verfahren und Ergebnisse vorgestellt werden, in denen Konzepte für Unterricht, Training und Wettkampf auf Qualität (Angemessenheit, Praktikabilität, Effektivität etc.) geprüft werden.
Die Perspektiven von Begründungsdiskurs und Evaluation richten sich damit auf die künftige Gestaltung von Unterricht und Training, von freizeit- und leistungssportlichem Wettspiel sowie auf Lehre, Ausbildung und Forschung im Bereich der Sportspiele.
Der vorliegende Abstractband informiert über das wissenschaftliche Programm des 3. Sportspiel-Symposiums. Im Einzelnen sind die Abstracts der Hauptvorträge sowie der Einzelbeiträge dokumentiert. Die Hauptvorträge sowie die Mehrzahl der Einzelbeiträge stellen explizite Bezüge zum Symposiumsthema her. Soweit dies möglich war, wurden die Einzelbeiträge zu thematischen Arbeitskreisen zusammengefasst. Des Weiteren sind sportwissenschaftliche und sportpraktische Beiträge zum Bereich der Sportspiele in thematischen Arbeitskreisen dargestellt.
Inhalt:
Hauptvorträge
Michael Kolb/Uni Wien: Spiel und Sportspiel in sportpädagogischer Perspektive
Martin Lames/Uni Rostock: Evaluationsforschung für die Sportspiele
Ubbo Visser/Uni Bremen: Roboterfußball: Was kann die künstliche Intelligenz leisten?
Volker Schürmann/Uni Leipzig: Spiel und Ereignis
AK 1: "Evaluation des spielerisch-impliziten Lernens"
AK 2: "Analysen von Sportspielleistungen"
AK 3:"Zur Faszination von Sportspielen".
AK 4: "Genetisches Lehren und Lernen im Sportspiel"
AK 5: "Psychologische Aspekte der Leistungsregulation
AK 6: "Sportspiele vermitteln"
AK 7: "Evaluation von sportspielrelevanten Leistungskomponenten in den Sportspielen"
AK 8: "Maßnahmen zur Evaluation der Nachwuchsförderung".
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| Schlagworte: | |
|---|---|
| Notationen: | Spielsportarten Nachwuchssport |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
Bremen
Universität Bremen
2002
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| Online-Zugang: | https://www.sportwissenschaft.de/fileadmin/img/gremien/kommissionen/sportspiele/2002abs.pdf |
| Seiten: | 86 |
| Dokumentenarten: | elektronische Publikation |
| Level: | hoch |