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Sportspielübergreifende Talentförderung - Taktische Kreativitätsschulung im Sportspiel

Die Ergebnisse des ersten Trainingsexperiments zeigen, dass weder ein sportspielübergreifendes noch ein sportartspezifisches Trainingskonzept Effekte hinsichtlich der Ausbildung konvergenter und divergenter taktischer Leistungen zu erzielen vermag. Das mittlere Variabilitätsniveau des Schulungsprogramms der Hockeygruppe scheint die wirksamste Basis für die Entwicklung von Kreativität und Spielintelligenz in den Sportspielen zu sein. Neben den unterschiedlichen Eingangsniveaus der Treatmentgruppen erschwert das gute Abschneiden der Kontrollgruppe - insbesondere in Studie 1 - die Interpretationen der Ergebnisse. Insgesamt muss von einer "treatment contamination" ausgegangen werden. Die Grundschulkinder haben ihre generellen kognitiven Leistungen nicht nur im Sportunterricht, sondern durch weitere sportliche Aktivitäten geschult. Mit Blick auf die Erkenntnisse der Entwicklungspsychologie ist zu konstatieren, dass die kognitiven Veränderungsprozesse in dem Altersbereich zwischen sechs und acht Jahren überaus schnell voranschreiten. Die Ergebnisse der zweiten Studie verdeutlichen, dass im Gegensatz zum sportspielspezifischen Vereinstraining die Talentgruppen der Ballschule deutliche divergente Leistungszuwächse im zweiten Förderungsjahr gegenüber dem ersten erzielen. Zudem weisen die Resultatsmuster darauf hin, dass die entwickelten Spieltestsituationen zur Talentdiagnostik von "bereichsspezifischer und -übergreifender" Kreativität und Spielintelligenz einsetzbar sind.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Nachwuchssport Spielsportarten
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2002
Online-Zugang:https://www.bisp-surf.de/Record/PU200909004641
Seiten:181-190
Dokumentenarten:elektronische Zeitschrift
Level:hoch