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Autonomieentwicklung und Emanzipation im Leistungssport. Pädagogische Perspektiven aus einer Interviewstudie mit jugendlichen Spitzensportlern

Mit dem vorliegenden Buch wird eine pädagogische Stellungnahme zum Leistungssport mit Kindern und Jugendlichen auf der Grundlage einer Interviewstudie erarbeitet und begründet. Die Frage: "Sollen Kinder und Jugendliche Leistungssport betreiben?" hat der Autor auf folgende Untersuchungsfragen heruntergebrochen: 1. Welche Konsequenzen ergeben sich aus den Erlebnissen und Erfahrungen von Jugendlichen im Leistungssport für die Entwicklung ihres Selbst- und Weltverhältnisses? 2. Sind diese Konsequenzen aus pädagogischer Perspektive wünschenswert bzw. wie können diese Konsequenzen mit einem pädagogischen Blick beurteilt werden? Im Blick stehen dabei Erlebnisse und Erfahrungen von heranwachsenden Spitzensportlern. Die pädagogischen Überlegungen schließen an ihre Biografien und die zentralen Themen Leistung, Bewegungslernen und Anerkennung an. Im Ergebnis zeigt sich, dass Leistungssport trotz und gerade wegen der intensiven Auseinandersetzung mit Bewegung und mit den besonderen Anforderungen eines speziellen Umfeldes Chancen bietet, um Autonomie zu entwickeln und sich zu emanzipieren. Leistungssport wird dann für Jugendliche ein Betätigungsfeld, in dem sie sich ihren Wunsch, etwas zu können, was sie noch nicht können, jemand zu sein, der sie noch nicht sind, erfüllen können. Wie dieses verantwortungsvoll und mit einem Blick für die individuelle Logik der Karriere jenseits des Überbietungskriteriums im Leistungssportmilieu durch Trainer und Funktionäre begleitet werden kann, wird in diesem Buch dargestellt. Nach einem umfangreichen Literaturverzeichnis werden im Anhang der eingesetzte Interview-Leitfaden und recht ausführliche Anmerkungen und Auszüge zu den Interviews aufgeführt, was dem Leser die Möglichkeit gibt sich ein eigenes Bild zu machen und den Prozeß der Datenerhebung nachzuvollziehen. Es wird deutlich, das die Interviewtexte Konstruktionen aus einer besonderen Interviewsituation sind. In der einen oder anderen Situation gibt der Autor Denkanstöße, die die Sportler für sich als interessant bewerten. Insofern erfolgt eine Transformation von Erfahrungen aus dem Leistungssport in eine Gesprächssituation. Bei der Auswertung der Gespräche spielt für den Autor auch die Gesamtsituation und das Auftreten der Sportler eine Rolle.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Sozial- und Geisteswissenschaften Nachwuchssport
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Göttingen Cuvillier Verlag 2013
Schriftenreihe:Interdisziplinäre Beiträge zur Trainingspädagogik, 4
Seiten:177
Dokumentenarten:Buch
Level:hoch