Tiefere Einblicke. Genetische und molekulare Tests am Athleten: eine Herausforderung für die Sportwissenschaft
In der Sportwissenschaft sucht man noch immer nach Parametern, die die Varianzen für das Zustandekommen von sportartspezifischen Leistungen möglichst komplett aufklären. Diese Informationen sind ganz besonders wichtig für die Trainingsplanung und -Steuerung im Leistungssport und gelten darüber hinaus als Schlüsselqualifikationen, die das Potenzial eines Athleten auf seine maximale Leistung hin projizieren. Die üblichen Messverfahren bestimmen zum Beispiel physische und physiologische Parameter wie etwa die Körperzusammensetzung oder die belastungsabhängie Herzfrequenz sowie sportartspezifische und kognitive Fähigkeiten. Die Aussagekraft der Messwerte genügt jedoch häufig nicht aus, um die Struktur einer komplexen sportlichen Leistung sowie interindividuelle Unterschiede zu erklären. Außerdem liefern unsere sportpraktischen Tests und sportmedizinischen Untersuchungen lediglich Informationen über den Phänotypus des Körpers und dessen Leistungsvermögen, während die Einblicke in die genotypischen Eigenschaften der Athleten verdeckt bleiben. Man erhofft sich deshalb, aus der genetischen und der molekularen Forschung neue Tests ableiten zu können, die tiefere Einblicke in das Zustandekommen einer sportlichen Leistung und somit eine bessere Vorhersage von Trainingsverbesserungen ermöglichen.
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| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Biowissenschaften und Sportmedizin Trainingswissenschaft |
| Veröffentlicht in: | Swim & more |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
2011
|
| Heft: | 6 |
| Seiten: | 48-49 |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch |