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Bundestrainerforum "DLV-Kraftkonferenz" 15./16.11.2008 in Potsdam

Die große Bedeutung des Krafttrainings für die Schnellkraftsportarten der Leichtathletik, Sprint, die Sprünge und Würfe, ist heute unbestritten. Krafttraining wird als integrierter Bestandteil der leichtathletischen Trainingskonzepte verstanden und entsprechend umgesetzt. Dabei sind in den genannten Disziplingruppen die Anteile am Gesamttraining inzwischen beträchtlich. Um ein erfolgreiches, die Leistung der Sportlerinnen und Sportler entwickelndes Krafttraining zu konzipieren, bedarf es der umfassenden Kenntnis modernster Trainingsmethoden und neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse. Dabei reicht es nicht mehr, sich mit diesen Themen ausschließlich aus der Sicht seiner Sportart oder Disziplin auseinanderzusetzen, es müssen auch neueste Erkenntnisse der Biowissenschaften wie auch der Trainingsmethodik anderer Sportarten, wie dem Gewichtheben, verfügbar sein bzw. gemacht werden. Dieser Aufgabe widmete sich die Kraftkonferenz des Deutschen Leichtathletik-Verbands 2008 in Potsdam, die der Verband gemeinsam mit der Trainerakademie des DOSB organisierte. Diese ging noch einen Schritt weiter, da sie Bio- und Trainingswissenschaftler mit den Trainern, den Trainingspraktikern zusammenführt und damit einen Diskurs zwischen Wissenschaft und Praxis ermöglichte. Die vorgestellten Themen widmeten sich sowohl aus übergreifender Sicht dem Krafttraining und seinen Grundlagen, wie die Beiträge zum Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus der Muskulatur, zur Sehnenplastizität bei zyklischen Belastungen oder zum Maximal- und Schnellkrafttraining. Sehr schnell wurde aber der Bogen zu den praktischen Konsequenzen und zu Beispielen aus dem Nachwuchs- und Hochleistungssport geschlagen. Hierbei sind Beiträge zu leichtathletischen Sprungdisziplinen der Frauen zu benennen wie auch die Präsentation erprobter Konzepte des Krafttrainings im Nachwuchsbereich der Leichtathletik. In enger Beziehung dazu steht ein Beitrag, der über den "Tellerrand der Leichtathletik guckt" und Trainingsmittel und Trainingsübungen aus dem Gewichtheben präsentiert. Die zum Abschluss von Wolfgang Killing zusammengefassten Erkenntnisse spiegeln die große Palette der trainingsrelevanten Facetten des Krafttrainings in den Schnellkraftsportarten und -disziplinen der Leichtathletik wider. Dies beginnt bei der notwendigen Differenzierung zwischen Absolut-, Maximal-, Explosiv-, Schnell- und reaktiver Kraft, führt über die Formen des Krafttrainings (Hypertrophietraining, Maximalkrafttraining, Schnellkrafttraining, spezielles Krafttraining, Reaktivkrafttraining, exzentrisches Krafttraining, Sehnentraining, Vibrationskrafttraining und Elektrostimulation) bis zur Ratschlägen zur praktischen Integration des Krafttrainings in die Planung von Mikro- und Mesozyklus, in das Techniktraining. Weiterhin wird der Diskussionsstand zur Periodisierung des Krafttrainings, zum Zusammenhang von Krafttraining, Stoffwechsel und Ernährung sowie das sensible Thema des Krafttrainings mit Kindern, Jugendlichen und Frauen aufgegriffen. Inhaltsverzeichnis Killing: Besonderheiten im Training junger Frauen Bruhn: Training im Dehnungs-Verkürzungszyklus Arampatzis: Plastizität der mechanischen und morphologischen Eigenschaften der Sehne bei zyklischer Belastung Wirth: Entwicklung von Maximal- und Schnellkraft Deutscher: Einsatz von Trainingsmitteln/-übungen des Gewichthebens im Leistungssport zur Verbesserung der Grundkraftfähigkeiten Killing et al.: Krafttraining in der Nachwuchsleichtathletik Czingon: Maximalkrafttraining im Stabhochsprung der Frauen Knapp: Krafttraining mit der Weitspringerin Bianca Kappler Killing: Empfehlungen für das Krafttraining in den Schnellkraftsportarten/-disziplinen
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Trainingswissenschaft Kraft-Schnellkraft-Sportarten Ausdauersportarten Nachwuchssport
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Köln Sportverlag Strauß 2009
Ausgabe:Köln: Strauß, 2009.- 171 S.
Seiten:171
Dokumentenarten:Buch
Level:hoch