Talententwicklung im Leistungssport. Die Magdeburger Talent- und Schnelligkeitsstudie MATASS
Eine optimale trainingspraktische Nachwuchsförderung ist ohne eine fundierte sportwissenschaftliche Talentforschung kaum denkbar. Sie benötigt eine prognostisch tragfähige Sichtung und Auswahl der Kinder und Jugendlichen auf der Basis des Begabungsansatzes ebenso sehr, wie die retrospektive Analyse der Karrieregründe und Erfolgsfaktoren bei den heutigen Spitzensportlern auf der Basis des Expertiseansatzes. Für das vorliegende Projekt leitete sich daraus die Notwendigkeit eines hybriden Forschungskonzeptes ab, dass die methodischen Vorzüge des Begabungs- und des Expertiseansatzes in sich vereinigt. Trotz oder gerade wegen der Vielzahl an empirischen Erkenntnissen, die sich in Folge von breit gestreuten Forschungsaktivitäten ergaben, trat immer deutlicher hervor, dass erst die Zusammenführung der vorwiegend monodisziplinären Einzelbefunde in einem integrativen Rahmenkonzept weitere Fortschritte auf dem Gebiet der Talentforschung ermöglicht. Einen entsprechenden Modellvorschlag entwickelte Hohmann (2001) mit seinem Rahmenmodell der Talententwicklung (vgl. Hohmann & Seidel, 2003). Wichtigstes Kennzeichen dieses Rahmenmodells ist der doppelte Prozesscharakter, der einerseits durch die miteinander verflochtenen und zeitlich parallel verlaufenden Handlungsstränge der spitzensportorientierten und wissenschaftlich begleiteten Talentdiagnose und Talentförderung und andererseits durch die chronologische Abfolge von initialer, juveniler und finaler Leistung bzw. Leistungsfähigkeit hergestellt wird.
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| Notationen: | Trainingswissenschaft Nachwuchssport Spielsportarten Kraft-Schnellkraft-Sportarten Ausdauersportarten |
| Veröffentlicht in: | BISp Jahrbuch 2004 |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
Bonn
Eigenverlag
2005
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| Seiten: | 185-196 |
| Dokumentenarten: | Buch |
| Level: | mittel |