Talent identification: How not to do it!! Current "world best" practice?
(Talentbestimmung: wie man es nicht machen sollte!! Die "international besten" aktuellen Konzepte?)
In Schottland wurde vom Juni 2000 bis Dezember 2001 eine Untersuchung von Kindern im Alter von 11 bis 13 Jahren durchgeführt, um sportliche Talente zu finden. Dazu wurde das australische "Talent Search" Programm eingesetzt. Dabei wird davon ausgegangen, dass es diskussionswürdig ist, die Talentauswahl auf der nicht stabilen Grundlage sportlich-körperlicher Leistungen von Kindern durchzuführen. Diese kritische Diskussion wird auch durch die Untersuchungsergebnisse untermauert. Es wurden relativ unstabile Ergebnisse mit niedrigen Korrelationswerten ermittelt. Die Leistungsdaten waren im Verlauf der einjährigen Testphase ebenfalls relativ unstabil. Hinzu kam, dass festgestellt wurde, dass die Normdaten für die australischen Kinder nicht in jedem Fall für die Population der schottischen Kinder anwendbar waren. Das führte dann auch zu diskussionswürdigen Ergebnissen bei den im Rahmen des Testsystems gegebenen Empfehlungen für Sportarten. Da die schottischen Kinder z.B. relativ gute Ergebnisse bei den Beinkraftübungen erzielten, wurden viele von ihnen auf Hochsprung orientiert. Da sie aber relativ schlechte Ergebnisse bei Auge-Hand-Koordinationsübungen erzielten, war der Prozentsatz derer, denen Tennis als Sportart empfohlen wurde, recht niedrig.
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| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Nachwuchssport |
| Veröffentlicht in: | Journal of Sports Sciences |
| Sprache: | Englisch |
| Veröffentlicht: |
2003
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| Ausgabe: | Abingdon 21(2003)4, S. 255-256, 1 Tab. |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch mittel |