Creative coaching
(Kreatives Training)
Verf. beabsichtigt, Trainer und Sportwissenschaftler zum Nachdenken über konventionelle Trainingsmethoden sowie deren Werte und Grenzen anzuregen und sie offen für Veränderungen zu halten.
Verf. hält die Zeit für gekommen, gewohnte, ausgetretene Wege zu verlassen, nicht mehr zu versuchen, bereits schon lange bestehende Methoden zu verbessern, sondern gänzlich etwas Neues zu beginnen.
Beispielsweise sollte mit natürlichen, legalen Mitteln und Methoden daran gearbeitet werden, dass der Sportler intensive Belastungen besser/länger aushalten kann. Mit dem Fall dieser Barrieren käme es zu deutlichen Leistungsentwicklungen.
Weiterhin müsse die Frage nach der aeroben Konditionierung gestellt werden. Hier muss vor allem die Frage nach dem WIE VIEL geklärt werden. Innerhalb bestimmter Etappen im Makrozyklus sollte über längere Abschnitte mit Wettkampftempo trainiert werden. Hier muss nach sicheren, legalen Wegen gesucht werden, damit der Sportler diese Belastungen umsetzen kann.
Ein wesentliches Problem ist nicht das Erreichen von Weltklasse (dies ist auf konventionellem Weg möglich), sondern das Niveau zu verbessern, wenn der Sportler bereits Weltklasse darstellt.
Es sollte nicht außer acht gelassen werden, dass der menschliche Organismus sehr anpassungsfähig an die vielfältigsten Bedingungen (also auch Belastungsformen) ist. Dies sollte im leistungssportlichen Training ausgenutzt werden.
Nachwuchsschwimmer:
Kinder im Alter von 6-10 Jahren können große Leistungsentwicklungen machen, wenn sie in kürzeren Pools trainiern (Sprints, Staffeln, ähnliche Spiele), neben der Schnelligkeitsentwicklung kann auch das Techniktraining auf diesen kurzen Abschnitten gut umgesetzt werden. Ausdauertraining bzw. Training im großen Becken kommt dann später. Es ist auf diesem Weg nicht schwierig, die natürliche bzw. früh antrainierte Schnelligkeit auf längere Strecken umzusetzen. In den unteren Jahrgängen sollte nach den Erfahrungen des Verf. also nicht zu viel aerobes Training und nicht zu hohe Umfänge absolviert werden. Wichtiger ist es in diesem Altersbereich, durch schnelles Training die schnell kontrahierenden Muskeln zu aktivieren und zu entwickeln. Auch ist es wichtig, in diesem Altersbereich auch Spaß im Training zu haben. Ausdauertraining sollte nicht ganz weggelasen werden, die Orientierung sollte jedoch vorerst deutlich auf der Entwicklung von Schnelligkeit und Schnellkraft liegen.
Mit dieser Grundlage können danach auch harte relativ lange Sets, die in Trainingsgruppen des Verf. zu großen Leistungsentwicklungen führten, unbeschadet trainiert werden (z.B. 8xwöchentlich maximale Sets mit Streckenlängen bis zu 200 m auf täglicher Basis oder 30x100 m Herzfrequenz-Sets).
Die Sportler der Juniorenmannschaft trainieren vom Prinzip her das gleiche Programm wie die Erwachsenen, lediglich mit geringerem Umfang und langsameren Zeitstandards.
Technik:
Technik ist immer nur optimal bezüglich eines bestimmten Sportlers und einer bestimmten Schwimmart. Außerdem durchläuft die Technik in den Schwimmarten Veränderungen, die beispielsweise auch das Geschwindigkeitsniveau einer Schwimmart stark verändern können. Hier gibt es noch unerreichte Reserven.
Krafttraining:
Häufig ist das Kraft- bzw. Gewichtetraining weit davon entfernt, den erwarteten Nutzen zu bringen. Notwendig ist der verstärkte Einsatz speziellen, disziplinspezifischen Schnellkrafttrainings, egal ob im Wasser oder an Land. Diese Reserven sind jedoch im Moment noch unerforscht.
Verf. lehnt auch die üblichen ergometrischen Übungen mit Gummiseilen ab. Sie taugen zur Erwärmung oder bei Nichtvorhandensein eines Beckens oder für das Training von Verletzten. Nicht aber für das Schwimmtraining! Ab und zu verwendet Verf. Gummiseile im Landtraining, allerdings sind diese um das Fünffache anspruchsvoller als handelsübliche Varianten.
Angebundenes Schwimmen:
Dies stellt eine der besten Möglichkeiten der Kräftigung dar. Gefahren sind hier lediglich die Möglichkeit des Angewöhnens falscher Atemmuster oder die Zyklusverkürzung auf Grund von Ermüdung.
- wird fortgesetzt -
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| Schlagworte: | |
|---|---|
| Notationen: | Ausdauersportarten Nachwuchssport |
| Veröffentlicht in: | American Swimming Magazine |
| Sprache: | Englisch |
| Veröffentlicht: |
Fort Lauderdale
1996
|
| Heft: | 5 |
| Seiten: | 13, 21-22 |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch mittel |