Dryland training for swimming
(Landtraining für Schwimmer)
Der Athletiktrainer stellt seine Prinzipien und Vorgehensweisen im Athletiktraining für verschiedene Sportarten vor. Er unterstreicht, dass dabei Sportarten wie Baseball, Speerwerfen, Tennis oder Schwimmen aufgrund der Bewegungsabläufe z. B. im Schulterbereich sowie im Rumpf-Hüft-Bereich mehr Gemeinsamkeiten haben als gemeinhin vermutet und berücksichtigt. Entscheidend und häufig unterschätzt ist der Bereich Hüfte.
Der Körper arbeitet wie eine kinetische Kette, als solche muß er auch trainiert werden, keine Verbindung, kein Glied darf dabei außer acht gelassen werden.
Aufgrund der Tatsache, dass sich die Bewegungen in diagonalen Rotationsmustern vollziehen (Serape-Effekt), sollte auch in derartigen Bewegungsmustern trainiert werden. Dies ist ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg für Schwimmer.
Weitere Prinzipien:
Es werden Bewegungen, nicht Muskeln, trainiert.
Vor der Gelenkmobilität wird die Gelenkintegrität trainiert.
Beliebte Übungen sind Rumpfbeugen in einer geraden sagittalen Ebene, die durch leichte Rotationsbewegungen erweitert werden, um eine Bewegung in zwei Ebenen zu erreichen.
Zahlreiche Trainingsmöglichkeiten bieten Medizinballübungen.
Das Training wird eingeteilt in a) Drehungen und Beugungen sowie b) Würfe.
Am günstigsten sind Übungen im Stehen. Übungen im Knien oder gar im Sitzen schränken die Bewegung der Hüfte ein.
Anzahl der Übungen: Erwärmung: 4-6, Hauptteil: 8-10 (12).
Zeitbedarf: Erwärmung: max. 15-20 min., Hauptteil: ca. 20 min. Krafttrainig: Verwenden schwerer Bälle, Verringerung der Wiederholungszahl. Für Kraftausdauertraining verwendet G. mittelgewichtige Bälle und hohe Wiederholungszahlen (30-50).
Schnellkraft wird mit leichteren Bällen trainiert, Schnelligkeit mit Volley- oder Basketball gegen die Wand.
Die Schulter darf nicht isoliert sondern mit einem möglichst großen Umfeld trainiert werden.
Der wettkampftypische Wechsel von Kraftverminderung-Kraftproduktion muss im Training simuliert werden. Dies erfolgt durch den Wechsel exzentrische Kontraktion - konzentrische Kontraktion.
G. verwendet als Widerstand in erster Linie den Körper des Sportlers, ehe er externe Widerstände einsetzt.
Die Übungen werden progressiv, d. h. vom Einfachen zum Komplizierten ausgeführt. Übungen, die mehrere Gelenke einbeziehen, werden bevorzugt.
Bei der Verwendung von Hanteln sollte beachtet werden, dass das Gewicht nicht so entscheidend ist wie Bewegungsrhythmus und Bewegungsamplitude. Die Zeitdauer der Belastung ist wichtiger als die Anzahl der Wiederholungen!
Vielseitigkeit ist wichtig, Kreativität notwendig.
© Copyright 1995 World Clinic Series, 27. Veröffentlicht von Eigenverlag. Alle Rechte vorbehalten.
| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Ausdauersportarten |
| Veröffentlicht in: | World Clinic Series, 27 |
| Sprache: | Englisch |
| Veröffentlicht: |
Fort Lauderdale
Eigenverlag
1995
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| Seiten: | 57-61 |
| Dokumentenarten: | Buch |
| Level: | hoch mittel |