Ringen - Rahmentrainingskonzeption für Kinder und Jugendliche im Leistungssport
Ringen
"Rahmentrainingskonzeption für Kinder und Jugendliche im
Leistungssport"
1. Zielsetzungen der Rahmentrainingskonzeption
1.1. Leistungsstand im Nachwuchsbereich
1.2. Zielsetzungen
2. Eingliederung der Rahmentrainingskonzeption in den sportlichen Rahmen zur Nachwuchsförderung
3. Leistungsbestimmende Merkmale und Anforderungsprofil
3.1. Technisch-koordinative Fähigkeiten und Fertigkeiten
3.2. Technisch-taktische Fähigkeiten und Fertigkeiten
3.3. Konditionelle Fähigkeiten
3.4. Beweglichkeit - eine koordinativ-konditionelle Fähigkeit
3.5. Psychische Wettkampfeigenschaften
4. Grundstandpunkte zur Erziehung und Ausbildung
4.1. Alters- und geschlechtsspezifische Trainingsgestaltung
4.1.1. Entwicklungsbesonderheiten
4.1.2. Trainingsmethodische Empfehlungen
4.2. Vielseitigkeit - dominierendes methodisches Anliegen im Nachwuchstraining
4.2.1. Entwicklung eines hohen allgemeinen Grundniveaus
4.2.2. Vermittlung vielseitiger technisch-taktischer Grundlagen
4.2.3. Entwicklung eines hohen wettkampfspezifischen Grundleistungsniveaus
4.3. Übereinstimmung von Training und Wettkampf
4.4. Erziehung der Sportler zur Mündigkeit
5. Talentsuche und -auswahl
5.1. Auswahlkriterien für die Grundausbildung und das Grundlagentraining
5.2. Auswahlkriterien für das Aufbau- und Anschlußtraining (Leistungstraining)
6. Strukturierung des langfristigen Leistungsaufbaus
6.1. Übersicht zum Ausbildungs- und Fördersystem
6.2. Förderstufe 1: Grundausbildung (vorbereitendes Grundlagentraining)
6.3. Förderstufe 2: Grundlagentraining
6.4. Förderstufe 3: Aufbautraining
6.5. Förderstufe 4: Anschlußtraining (vorbereitendes Hochleistungstraining)
7. Leistungsdiagnostik
7.1. Testverfahren
7.2. Leistungsdiagnostik im Nachwuchsbereich
8. Trainingsplanung
9. Begleitende Maßnahmen
9.1. Pädagogisch-soziale Betreuung
9.2. Medizinische Betreuung
9.3. Fortbildungsmaßnahmen
10. Trainingsmethodische Schwerpunkte mit ausgewählten
Beispielen
10.1. Vorbelastung und Ausklang
10.1.1. Die ringkampfspezifischee Vorbelastung (VBL)
- Programm für das nwkn Training - Programm für das wkn Training 10.1.2. Wettkampf-Vorbelastung (WK-VBL)
- Wettkampfanteiligkeit der Kampfhandlungen und ihre Energiephasen - Programm der Wettkampfvorbelastung 10.1.3. Der Ausklang
10.2. Technisch-koordinative Fähigkeiten und Fertigkeiten
10.2.1. Koordination
- Übersicht zu den Formen (Mitteln) und Methoden des Trainings der koordinativen Fähigkeit - Komplexprogramme - Einzelprogramme 10.2.2. Grundverhalten
- Brückenübungen zur Vorbelastung, Kräftigung und Beweg- lichkeitsschulung - Brückenkombinationen mit ansteigendem Schwierigkeits- grad - Methodische Reihenfolge zur Erlernung der Brückentech- nik: "Aus dem Stand nach hinten in die Brücke fallen" - Brückenfesthalte und -befreiung 10.2.3. Technik
- Grundtechniken - Handlungskomplexe - Faßartkomplexe
10.3. Technisch-taktische Fähigkeiten und Fertigkeiten
10.3.1. Taktik
- Distanzverhalten - Schrittbewegungen - Taktische Kenntnisse und Fertigkeiten - Vorbereitung und Durchführung wirksamer Kampfhandlungen - Die aufgabengebundene und die anforderungsgerechte Kampfesführung - Wettkampfnahe Trainingsformen
10.3.2. Kampfkonzeption
- Allgemeine Kampfkonzeption - Individuelle Kampfkonzeption - Gegneranalyse - Kampfplan
10.4. Konditionelle Fähigkeiten
10.4.1. Allgemeine konditionelle Fähigkeiten
- Programm für "Grundlagenausdauer" - Programm für "Schnellkraftausdauer"
10.4.2. Ringkampfspezifische konditionelle Fähigkeiten
10.4.3. Wettkampfspezifische konditionelle Fähigkeiten
10.5. Beweglichkeit - eine koordinativ-konditionelle Fähigkeit
- Übungen zur Überprüfung der allgemeinen Beweglichkeit - Zielgerichtete allgemeine Partner-Dehnübungen
10.6. Psychische Wettkampfeigenschaften
11. Literaturverzeichnis
Anhang 1: Auswahlkriterien GA/GLT
Anhang 2: Auswahlkriterien ABT/ANT
Anhang 3: Griffcode
1. Zielsetzungen der Rahmentrainingskonzeption
Wenn erneut Fragen des langfristigen Leistungsaufbaus von Nachwuchsathleten in den Mittelpunkt sportfachlicher Betrachtungen gestellt werden, dann geschieht das im Wissen um die Basisfunktion des Nachwuchstrainings für spätere Höchstleistungen und die Tatsache, daß trotz der Bemühungen des Deutschen Ringerbundes gemeinsam mit den Landesverbänden die Nachwuchs- und Talentförderung neu zu konzipieren, noch nicht die gewünschten Veränderungen erreicht wurden.
Der Konkurrenzkampf im internationalen Sport um den Erhalt und das Erreichen höchster Wettkampfergebnisse hält unvermindert an und nimmt an Schärfe zu. Gleichzeitig verändern sich die äußeren und inneren Bedingungen für die Herausbildung sportlicher Leistungen, die immer wieder zu neuartigen Anforderungen an das bestehende Trainings- und Wettkampfsystem führen. Die Erfahrungen zeigen, daß die Leistungsentwicklung in der Weltspitze nur dann mitgestaltet werden kann, wenn aus den nationalen und internationalen Entwicklungstendenzen die entsprechenden Rückschlüsse auch für das Nachwuchstraining getroffen und vorhandene Reserven im eigenen Trainings- und Wettkampfsystem erschlossen werden.
Unter diesen Aspekten setzt sich die Rahmentrainingskonzeption das Ziel, Anleitungen und Empfehlungen für das Training im "Nachwuchs-Leistungssport" im Griechisch-römischen und Freien Ringkampf zu geben.
Die international aktuell-prognostischen Wettkampfanforderungen des Nachwuchs- und Hochleistungsbereiches (ab "Cadetten-WM", 14 - 16 Jahre) sind dabei bestimmende Zielgrößen für abzuleitende Aufgaben und Inhalte, die methodische Gestaltung sowie spezifischen Anforderungsprofile der Ausbildungsetappen.
Die Konzeption ist keine "dogmatische Festschreibung" von Ausbildungsrichtlinien, sondern sie soll als Aufforderung zur Gestaltung eines mündigen, vielseitigen und leistungsorientierten Kinder- und Jugendtrainings verstanden werden.
1.1. Leistungsstand im Nachwuchsbereich
Prägnanter Ausdruck der Effektivität und Qualität einer Ausbildungskonzeption ist das sportliche Resultat, d. h. das Leistungsergebnis.
"Leistung" in der Zweikampfsportart Ringen wird letztlich daran gemessen, ob und wie es dem Sportler gelingt, "einen konträr handelnden Gegner im Wettkampf entsprechend der Regeln zu besiegen".
Internationale Wettkampfleistungen beruhen dabei auf einem hohen wettkampfspezifischen Grundleistungsniveau mit einer ausgeprägten individuellen wettkampfspezifischen Leistungsfähigkeit. Gemessen an den Ergebnissen zu den internationalen Nachwuchsmeisterschaften entspricht der Leistungsstand im Nachwuchsbereich des Deutschen Ringerbundes insgesamt noch nicht den internationalen Anfor-derungen.
Trotz leistungsbeeinflussender Probleme:
- "alte" Probleme: kalendarisches und biologisches Alter frühzeitige Individualisierung und Spezialisierung, permanente WK-System- und Regelveränderungen;
- "neue" Probleme: erhöhte Teilnehmerzahlen und Leistungs dichte durch ehemalige "SU"-Länder)
zu den internationalen Meisterschaften, können die ausbildungsbedingten Schwächen unserer Sportler im wettkampfspezifischen Grundleistungsniveau und in der individuellen wettkampfspezifischen Leistungsfähigkeit nicht übersehen werden!
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| Schlagworte: | |
|---|---|
| Notationen: | Kampfsportarten Nachwuchssport |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
1995
|
| Ausgabe: | o.O.: Deutscher Ringer-Bund e.V. (Hrsg.), 1995. - 176 S.: zahlr. Abb., Tab., Lit. |
| Dokumentenarten: | Buch |
| Level: | hoch mittel |