Jugendförderung im deutschen Golfsport. Bestandsaufnahme, Probleme und ihre Ursachen
Der Golfsport hat in den letzten Jahren sein Image als Sportart der Reichen und Schönen verloren und erfreut sich wachsender Beliebtheit. Heute frönen ca 750.000 Spieler in Deutschland dem Sport mit dem kleinen weißen Ball. Die Amateur-Golfspieler sind in Deutschland seit 1907 im Deutschen Golf-Verband (DGV) organisiert. Dieser vertritt als der Dachverband für die Golfklubs und Golfanlagen in Deutschland aktuell 825 Mitgliederklubs und -anlagen mit über 635.000 registrierten Spielern (Stand Dezember 2012). Der DGV ist der vom DOSB anerkannte Fachverband für die Sportart Golf in Deutschland. Er fördert sowohl den Breiten- wie auch und vor allem den Leistungssport. Dazu zählt auch die Nachwuchsförderung. Die kindgerechte Nachwuchsarbeit wird durch Projekte wie "Abschlag Schule", "Jugend trainiert für Olympia", das Kindergolfabzeichen und den Mini-Cup gefördert. Zudem bildet der DGV Trainer für den Nachwuchs-, Schul-, Gesundheits- und Spitzensport aus. Dieses Engagement hat dadurch umso mehr an Bedeutung gewonnen, dass die Sportart Golf für 2016 ins olympische Programm aufgenommen wurde.
Der Verfasser dieses Buches analysiert, weshalb bisher nur zwei Deutsche ganz oben in der Weltspitze angekommen sind und weshalb es an erfolgreichem Nachwuchs mangelt. Dazu sucht er sowohl unter den Funktionären und Trainern als auch in den Verbänden und Sportvereinen nach Ursachen. Er analysiert den aktuellen Stand der Dinge, versucht, Probleme und ihre Ursachen aufzudecken. Diese können sowohl im finanziellen als auch im personellen, strukturellen oder konzeptionellen Bereich liegen.
Daneben ist vor allem der Bereich Talent/Talentförderung wesentlicher Bestandteil dieses Buches. Dazu werden mündliche wie auch schriftliche Befragungen durchgeführt und ausgewertet und es wird 13 Hypothesen nachgegangen. Zu den Fragen, die ihn dabei interessiert haben zählen, ob in Deutschland nicht zu wenig Kinder Golf spielen und ob die soziale Verteilung der Golfspieler nicht ausgewogen genug ist. Er stellt aber auch die Frage, warum Golf (bisher) noch keine Massensportart ist und ob die Strukturen im deutschen Golfsport die Entwicklung von Talenten auch bis hin zum erfolgreichen Hochleistungssportler fördern bzw. überhaupt zulassen. Doch es sind nicht nur die organisatorisch-strukturellen Fragen, die analysiert werden, auch trainingwissenschaftliche Themen wie das Leistungsniveau jugendlicher Golfspieler und die Effektivität der Grundausbildung im Golf werden untersucht.
Im Zusammenhang damit werden unter Hinzuziehung erfolgreicher Beispiele und Sportsysteme (Golfentwicklung in England, Hamburger Golf-Verband, Golfclub St. Leon-Rot; Leistungssportsystem der DDR) mögliche Lösungswege aufgezeigt.
Der Autor des Buches ist studierter Sportwissenschaftler und hat sich sowohl in seiner Diplomarbeit wie auch in seiner Dissertation mit dem Golfsport beschäftigt. Zudem arbeitet er als Geschäftsführer des Hamburger Golf Verbands und ist damit sowohl in der Theorie als auch in der Praxis des Golfsports bewandert. Das vorliegende Buch ist zugleich die Veröffentlichung seiner Dissertation.
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| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Spielsportarten Nachwuchssport |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
Marburg
Tectum
2012
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| Ausgabe: | Marburg: Tectum, 2012.- 150 S. |
| Seiten: | 150 |
| Dokumentenarten: | Buch |
| Level: | hoch |