Leitfaden zur medizinischen Trainingsberatung. Von der Rehabilitation bis zum Leistungssport
Einleitend stellt der Autor seine, für das Buch gewählte Sichtweise von Training vor: Eine Möglichkeit zur zielgerichteten Beeinflussung wichtiger Organfunktionen. Daraus leitet er ab, dass es ihm primär um eine medizinische Trainingslehre geht, die den Hauptinhalt des Buches bildet. Diese wird sowohl als Grundlage der ärztlichen Verordnung von therapeutischem Training als auch als Grundlage des gestaltenden Eingreifens in den sportlichen Trainingsprozess begriffen. Auch wenn es zweifelsohne eine ganze Reihe von Überschneidungen mit der pädagogisch determinierten Betrachtung von Training gibt, beruht Habers Präsentation auf einer naturwissenschaftlichen Sicht und dem Verständnis von Training als biologischem Prozess.
Basierend auf publizierten Erkenntnissen wie auch auf Erfahrungen des Autors und einer Vielzahl von Trainern und Medizinern, ist so ein Buch entstanden, dass sich in erster Linie an Ärzte wendet, die in der leistungsmedizinischen Trainingsberatung tätig sind. Gleichzeitig wird es aber auch für eine große Zahl von Trainern Nutzen bringen, die sich zwangsläufig mit den Möglichkeiten und Formen der zielgerichteten Beeinflussung von Organfunktionen befassen müssen. Der Autor wendet sich insbesondere den Gruppen von Trainierenden zu, die sich noch "in der Entwicklung befinden", womit er explizit die Hochleistungssportler ausschließt, bei denen die motorischen Grundeigenschaften auf höchstem Niveau stabil ausgebildet sind. Eine Vielzahl von Sportlerinnen und Sportlern gehören seiner Auffassung nach zwar einem Auswahlkader an, ohne dass sie aber der Gruppe der wirklichen Hochleistungssportler zuzurechnen sind. Insofern ist seine Zielgruppe schon sehr umfassend.
Im Teil 1 befasst sich Haber mit "einigen leistungsphysiologischen Grundlagen" (wie dem Energiestoffwechsel, der Muskelkraft, dem Kreislauf und der Lunge). Im anschließenden Hauptkapitel stellt er seine "medizinische Trainingslehre" vor. Dabei erörtert er eine "Stresstheorie des Trainings", die motorischen Grundeigenschaften und seine zehn allgemeinen Trainingsgrundregeln, um danach Trainingsmethoden und einen mehrjährigen Trainingsaufbau zu beschreiben.
Der 3. Teil des Buches widmet sich der Leistungsdiagnostik (u.a. mit Ausführungen zur Trainingsanamnese und zu Tests), bevor im 4. Kapitel Fragen der "leistungsmedizinischen Trainingsberatung" (Leistungssport, Sport mit erhöhtem Risiko bzw. bei Kranken, Trainingstherapie, Sport Älterer, von Frauen und Kindern) diskutiert werden. Das Buch schließt mit einem Kapitel zu Ernährungsfragen.
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Sportmedizin
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Biowissenschaften und Sportmedizin
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| Notationen: | Biowissenschaften und Sportmedizin |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
Wien, New York
2001
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| Ausgabe: | Wien, New York: Springer-Verlag, 2001.- 391 S. |
| Seiten: | 391 |
| Dokumentenarten: | Buch |
| Level: | mittel |