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Taekwondo Hyong 1-6

Die ursprünglich aus Korea stammende Kampfsportart Taekwondo ist auf dem besten Weg, ihren festen Platz im Konzert der olympischen Sommersportarten zu behaupten. Ihre Popularität auch außerhalb Asiens nimmt weiter zu, Mädchen und Jungen, Frauen und Männern bietet sie dabei nicht nur eine attraktive Form des sportlichen Trainings und der Selbstverteidigung, sondern ihre enge Verbindung bzw. Harmonie von Körper und Geist spielt für das Interesse am Taekwondo ebenso eine bedeutsame Rolle. Allein die Übersetzung des Namens Taekwondo verdeutlich dies, drückt sich darin doch die Verbindung von Fuß, Faust und Lebensweg aus. Letzterer sollte sich durch Eigenschaften bzw. Charakterzüge wie Höflichkeit, Hilfsbereitschaft, Rücksicht, Durchhaltevermögen und Toleranz auszeichnen. Mit dem Taekwondo sollen sowohl die körperlichen, aber eben auch die psychischen und intellektuellen Fähigkeiten des Menschen gezielt ausgeprägt und entwickelt werden. So lernen die Sportler ihre Gedanken zu beherrschen, sich auf ein Ziel zu konzentrieren, Ängste und Schwächen anzunehmen und sie zu überwinden. Taekwondo selbst ist in der heutigen Form in den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts durch die Zusammenführung von neun in Korea sehr bekannten und beliebten Kampfkunstformen entstanden, wobei aus jeder einzelnen die Kernelemente aufgenommen wurden. Die sportlichen Techniken der Sportart sind in den 24 sogenannten Hyongs (Bewegungsformen) beschrieben. Jede der Hyongs setzt sich aus einer umfangreichen Sammlung von sportartspezifischen Bewegungsabläufen zusammen, die mit einer effektiven Atmung, mit dem richtigen Bewegungsrhythmus und der Ausführung der jeweils richtigen Bewegungsintervalle verbunden sind. Ziel ist die erfolgreiche, wenn auch "nur gedachte" kämpferische Auseinandersetzung mit einem imaginären Gegner. Die eigenen Bewegungen müssen dabei mit höchster Präzision ausgeführt werden, sollen aus fließenden, kraftvollen, dynamischen Bewegungen bestehen - auch hier wieder in enger Verbindung mit der geistigen, inneren Klarheit und Überzeugung, das Richtige zu tun. Es gibt insgesamt 24 Hyongs, von denen sechs im vorliegenden Lehrbuch ausführlich vorgestellt werden. Diese sind insbesondere unter dem Aspekt ausgewählt worden, dass sie für das Anfänger- und Grundlagentraining von Bedeutung sind und gleichzeitig eine sehr enge Verbindung zu den geistig-philosophischen Grundlagen der Sportart besitzen. Die zu lernenden und trainierenden Elemente und Bewegungsabläufe stellen Grundbausteine des Bewegungsrepertoirs dar, die auch in weiteren Hyongs immer wieder zum Einsatz kommen, wenn auch in weiterentwickelter Form. So können grundlegende Faust- und Fußtritttechniken in Angriff und Abwehr in ihrer Einzelform sowie in Kombination mit weiteren Techniken erlernt und gefestigt werden. Jeder Bewegungsablauf wird äußerst detailliert und präzise in den verschiedenen Bewegungsphasen (inklusive genauer Fußstellung) vorgestellt. Dem Trainierenden wird die Bedeutung der Verlagerung des Körpergewichts innerhalb dynamischer Bewegungsabläufe deutlich gemacht. Aushol-, Zwischen- und Endphasen bilden eine für alle Hyongs gewählte Gliederung nach Aufgabenstellungen innerhalb der zeitlichen Abläufe der Bewegung.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Kampfsportarten Trainingswissenschaft
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Wien Kneipp-Verl. 2010
Ausgabe:Wien: Kneipp-Verlag, 2010.- 125 S.
Seiten:125
Dokumentenarten:Buch
Level:mittel